Gummischwellen verengen Fahrraum

Sven Koch

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Die Stadt will iin Hiddesen einen Verkehrsversuch starten. - © Sven Koch(LZ)
Die Stadt will iin Hiddesen einen Verkehrsversuch starten. (© Sven Koch(LZ))

Detmold/Hiddesen/Heidenoldendorf. Die Stadt will im Oktober einen neuen Verkehrsversuch starten – Ziel ist, die Situation im stark befahrenen Einmündungsbereich der Hiddeser Straße/Plantagenweg zu entschärfen.

Er stellt sich nach Auffassung der Verwaltung mit seinen Ausmaßen sehr großräumig dar. Zum Teil würden sich die Fahrzeuge nach Beobachtung auch teilweise zu dritt nebeneinander aufstellen und so die Sicht auf den fließenden Verkehr auf der Hiddeser Straße und den Plantagenweg nehmen.

Kreuzung ist Unfallschwerpunkt

Nach letzten Verkehrszählungen von 2017 kommt es dort zu täglich 8000 Abbiegevorgängen nach rechts – also in Richtung Innenstadt. Die fehlenden Sichtbeziehungen und der starke Verkehr sind nach Wahrnehmung der Mitglieder der zuständigen Unfallkommission ursächlich für Unfälle im Bereich der Linksabbieger – ebenfalls ein paar tausend täglich. Der Einmündungsbereich habe sich in der Vergangenheit auch immer wieder als Unfallschwerpunkt dargestellt. Das soll sich nun ändern.

Die Stadt wird daher ab dem 1. Oktober für einen Zeitraum von drei Monaten Gummischwellen und Markierungen aufbringen, die den Fahrraum deutlich verengen sollen. Dann wird es für Autos nur noch möglich sein, sich einreihig aufzustellen.

Eine Folge liegt auf der Hand: Der Verkehr wird sich zwangsläufig aufstauen. Autofahrer, die die Route zum täglichen Weg zur Arbeit nutzen, sollten sich also darauf vorbereiten und besser eine andere Strecke wählen. Klar ist aber für die Stadt: „Es gilt der Grundsatz Sicherheit vor Leichtigkeit".

Perspektivisch ist geplant, im Bereich des Plantagenweges vor der Einmündung Hiddeser Straße einen Fußgängerüberweg anzulegen. Das soll einerseits die Querung des Fußverkehrs sichern und andererseits dazu führen, dass das Geschwindigkeitsniveau gesenkt wird. Aber zunächst möchte die Stadt die Resultate des Verkehrsversuchs abwarten und vorher Erfahrungen damit sammeln, wie sich die Einengung der Einmündung auf den Verkehr insgesamt auswirken wird.

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