Projekt "Clip" feiert in Detmold seinen erfolgreichen Abschluss

veröffentlicht

  • 0
Projektabschluss bei "Clip". - © Projekt "Clip"/Netzwerk Lippe
Projektabschluss bei "Clip". (© Projekt "Clip"/Netzwerk Lippe)

Detmold. Das Projekt "Clip", angesiedelt bei der Netzwerk Lippe gGmbH, gestartet im April, stehe nun vor seinem erfolgreichen Abschluss. Das berichtet das Netzwerk Lippe (NWL) in einer Pressemitteilung. "Clip" sei in Ostwestfalen-Lippe ein einzigartiges Projekt, das zum Ziel habe, Frauen mit Migrationsbiografie und ihre Familien in der Region zu unterstützen. Das Projekt werde vom ESF (Europäischen Sozialfonds Deutschlands) gefördert.

Kurz vor dem Projektende am Jahresende könne "Clip" auf eine erfolgreiche Laufzeit zurückblicken, während der 300 Teilnehmerinnen nachhaltig unterstützt worden seien. - Ein Erfolg, der wurde nun im Detmolder Sommertheater gebührend gefeiert.

Im stilvollen Ambiente des Theater-Foyers begrüßte der NWL-Geschäftsführer Moritz Lippa die 60 Gäste mit anerkennenden Worten, die die gesamtgesellschaftlich Bedeutung des Projekts hervorhoben. Aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchteten die Rednerinnen Dr. Inka Stock vom Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bielefeld sowie Ildikó Pallmann vom Berliner Projektkontor Minor anschließend die Bedeutung der vielen Aufgaben, die Frauen und insbesondere Mütter häufig als "Familien- und Haushaltsmanagerinnen" übernehmen und denen in einem Einwanderungskontext eine noch größere Bedeutung zukommt, die die Frauen aufgrund von Sprachbarrieren und fehlendem "Integrationswissen" zugleich aber auch vor große Herausforderungen stellt. Dennoch, so das Fazit, haben viele der migrierten Frauen den Wunsch, sich sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch in der Gesellschaft zu engagieren und aktiv zu partizipieren.

Arbeit geht mit neuem Programm weiter

Evelyne Waithira Müller, eine der Rednerinnen bei der Abschlussfeier im Sommertheater. - © Projekt "Clip"/Netzwerk Lippe
Evelyne Waithira Müller, eine der Rednerinnen bei der Abschlussfeier im Sommertheater. (© Projekt "Clip"/Netzwerk Lippe)

"Doch kein Ende ohne einen Neubeginn - schon zum Jahresanfang 2023 werden wir mit einem erweiterten Angebot im Rahmen des Förderprogrammes ,myturn' an die Ergebnisse von ,Clip' anknüpfen", wird Projektkoordinatorin Ilka Gräber zitiert. Gräber hob auch die Bedeutung des Jobcenters Lippe für "Clip" hervor, insbesondere von Elke Althof und ihrem Kooperationsnetzwerk. In humoriger Weise und autobiografisch angehaucht berichtete die Empowerment-Trainerin Evelyne Waithira Müller abschließend über die Hürden und Chancen der Integration. Sie berichtete, dass schon von den kenianischen Großmüttern gelehrt worden sei, als Frau immer eigenes "Geld in der Tasche" zu haben.

Musikalisch eingerahmt wurde die Veranstaltung von der armenisch-deutschen Sängerin Zara Akopyan mit Eigenkompositionen.

Ausdrucksstarke Frauenporträts

Bei "Clip" sind vielfältige Aspekte besprochen worden. - © Projekt Clip/Netzwerk Lippe
Bei "Clip" sind vielfältige Aspekte besprochen worden. (© Projekt Clip/Netzwerk Lippe)

Zum Abschluss beim informellen Austausch konnten die Gäste die Porträt-Ausstellung "sieh!mich" besichtigen, die anlässlich des Weltfrauentags 2022 entstanden war. "Stellvertretend für die vielen Frauen unserer Einwanderungsgesellschaft, die im öffentlichen Diskurs kaum wahrgenommen werden, zeigen die ausdrucksstarken Fotografien 15 ausgewählte ,Clip'-Projektteilnehmerinnen", heißt es abschließend.

Weitere Informationen erteilt Ilka Gräber vom Netzwerk Lippe, i.graeber@netzwerk-lippe.de, Tel. (05231) 640318, Näheres auch unter www.netzwerk-lippe.de

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2023
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare