Trauerfeier für getöteten Soldaten in Detmold

De Maizière: Unser Weg in Afghanistan ist richtig

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Trauerfeier für Alexej K. in Detmold hat begonnen. - © Foto: DPA
Trauerfeier für Alexej K. in Detmold hat begonnen. (© Foto: DPA)
Trauerfeier in

Detmold - © Detmold
Trauerfeier in Detmold (© Detmold)

Detmold (dpa). In Detmold haben Angehörige, Kameraden und Politiker am Freitag Abschied von dem in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten Alexej K. aus Bielefeld genommen. Bei der Trauerfeier in der Heilig-Kreuz-Kirche in Detmold warnte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) erneut davor, vor der Gewalt der Taliban zu weichen.

Die Taliban wollten die Brücken in einer bessere Zukunft Afghanistans abbrechen. "Das darf, das wird ihnen nicht gelingen", sagte der Minister.

Afghanistan sei noch immer weit davon entfernt, insgesamt ein befriedetes Gebiet zu sein. "Aber unser Weg ist richtig, unsere Ziele sind richtig. Opfer dürfen nicht vergeblich sein", forderte de Maizière. Der Oberstabsgefreite ist der 52 Bundeswehrsoldat, der im Afghanistan-Einsatz gestorben ist.

1.100 Soldaten aus Augustdorf in Afghanistan

Der 23-Jährige war am 2. Juni bei einem Sprengstoffattentat auf seinen Schützenpanzer südlich von Kundus ums Leben gekommen. Bei dem Anschlag wurden fünf weitere Soldaten verwundet, einige von ihnen nahmen an der Trauerfeier für ihren Kameraden teil. Sie alle gehören zur Augustdorfer Panzerbrigade "Lipperland" 21. Derzeit sind rund 1.100 der 4.200 Soldaten der Panzerbrigade 21 in Afghanistan im Einsatz.

Der in Russland geborene Soldat war seit Anfang März in dem Krisengebiet. Am Tag des Anschlags hatten die Soldaten den Auftrag, entlang einer Hauptverbindungsstraße nach Sprengfallen zu suchen. Bei dem Attentat hätten die Taliban "eine gewaltige Sprengstofffalle von wohl 200 Kilogramm ausgelöst", sagte de Maizière. So etwas brauche gründliche Vorbereitung.

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