Mehr Wertschätzung für anonym Verstorbene

Initiative will an Menschen erinnern

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Würdevolle Bestattung für anonym Verstorbene - © Detmold
Würdevolle Bestattung für anonym Verstorbene (© Detmold)

Detmold (bo). Die "Detmolder Ökumenische Initiative zu Ordnungsamtsbestattungen" will Verstorbenen, die keine Angehörigen mehr haben oder deren Verwandten es ablehnen, sich um die Bestattung zu kümmern, ein würdevolles Andenken auch über ihren Tod hinaus bewahren.

Etwa 50 Detmolder müssen im Jahr vom Ordnungsamt beerdigt werden, da Verwandte nicht aufzufinden, es keine mehr gibt oder weil auf einen Kontakt besteht. Die Kommune ist verpflichtet, die kostengünstigste Bestattung zu wählen: Eine Einäscherung ohne Trauerfeier mit Beerdigung auf einem anonymen Gräberfeld.

Die ökumenische Initiative ist nun an die Stadt herangetreten. Viermal im Jahr soll es zum Ende eines jeden Quartals einen Trauergottesdienst mit anschließender Bestattung auf dem Waldfriedhof Kupferberg geben. Dort hat die Kommune ein Gräberfeld angelegt.

Gärtner Klaus-Jürgen Tappe bearbeitet mit seinem Rechen das neu angelegte Urnenfeld auf dem Waldfriedhof Kupferberg. Hier sollen "namenlose" Menschen in Würde bestattet werden. - © Foto: Gerstendorf-Welle
Gärtner Klaus-Jürgen Tappe bearbeitet mit seinem Rechen das neu angelegte Urnenfeld auf dem Waldfriedhof Kupferberg. Hier sollen "namenlose" Menschen in Würde bestattet werden. (© Foto: Gerstendorf-Welle)

Die Stadt bewahrt die Urnen der Verstorbenen, für die das Ordnungsamt zuständig ist, bis zum nächsten ökumenischen Trauergottesdienst auf.

Anfang kommenden Jahres soll es außerdem ein Denkmal geben, an dem die Namen der Verstorbenen an diese erinnern sollen.

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