Detmolder Studenten entwickeln Tarnkappe

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Detmolder Studenten haben eine Tarnkappe für den öffentlichen Raum entwickelt. - © Foto: Hochschule OWL
Detmolder Studenten haben eine Tarnkappe für den öffentlichen Raum entwickelt. (© Foto: Hochschule OWL)
Detmolder Studenten

entwickeln Tarnkappe - © Detmold
Detmolder Studenten entwickeln Tarnkappe (© Detmold)

Detmold (wh). Gegen den Verlust der Privatheit in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. haben Studenten der Hochschule Ostwestfalen-Lippe jetzt eine ganz besondere Form der Rückzugsmöglichkeit entwickelt: "ownzown" ist eine kristallförmige, verspiegelte Tarnkappe, die über den Kopf gesetzt wird und den Träger vor unerwünschten Blicken schützt.

Das ungewöhnliche Produkt soll als eine Mischung aus Design-Performance, Forschungsprojekt und Kommunikationsplattform verstanden werden. "Durch die neu entwickelte Tarnkappe werden Raum, Öffentlichkeit, Privatheit und unsere Position im Raum verändert und untersucht", heißt es dazu von Seiten der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur.

Zehn Jungdesignerinnen haben sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Heraus kam das Produkt "ownzown", eine verspiegelte Tarnkappe. Die kristallförmige Konstruktion wird über den Kopf gesetzt und mit einem Gurtsystem am Torso befestigt. Kopf und Extremitäten bleiben frei beweglich und bieten so eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

Die halbdurchlässige Spiegelfolie verhindert Blicke ins Innere, umgekehrt kann der Träger von innen nach außen sehen. Damit wird dem Nutzer eine besondere Form der Rückzugsmöglichkeit geboten, wo er ungestört im urbanen Umfeld agieren kann. Die "ownzown" gibt es in verschiedenen Varianten – mobil oder an Objekten im Stadtraum installiert.

Erstmals präsentiert wird "ownzown" auf der Designveranstaltung FuoriSalone, die vom 17. bis 23. April 2012 im Rahmen der Mailänder Möbelmesse stattfindet.

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