Räuber bereut Tat

Strafe zur Bewährung nach versuchter schwerer räuberischer Erpressung

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Detmold (huck). Wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung hat das Landgericht Detmold einen 42-Jährigen zu einer Bewährungsfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Außerdem muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Der Detmolder, der zum Tatzeitpunkt nicht vorbestraft war, hatte am 8. Juli vor der Sparkasse an der Paulinenstraße einer Frau, die am Geldautomaten 50 Euro abgehoben hatte, ein Messer an den Hals gehalten. Die Frau ließ sich jedoch nicht einschüchtern und gab das Geld nicht heraus. Sie stieß das Messer zur Seite, lief zum Auto, in dem ihr Kleinkind wartete, und fuhr weg.

Die Polizei hatte den Täter dank der Überwachungsbilder schnell aufgespürt, die Tat gab der Detmolder zu. "So was darf nie wieder passieren, ich schäme mich zutiefst und werde hart an mir arbeiten", sagte er, nachdem er sich bei dem Opfer entschuldigt hatte. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Hendrik Schnelle, betonte, sein Mandant sei stark alkoholisiert gewesen und sehr dilettantisch vorgegangen. Schließlich habe er ohne Maske direkt vor der Kamera der Bank agiert. Das Gericht konnte ebenfalls nicht ausschließen, dass der Detmolder zur Tatzeit betrunken war.

Das Urteil ist rechtskräftig, da Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf Rechtsmittel verzichteten.

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