Ursache für Schweinestallbrand steht fest

Marlen Grote

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Etwa 750 Schweine verendeten nach dem Brand auf dem Hof Petig in Dörentrup. - © Jens Rademacher
Etwa 750 Schweine verendeten nach dem Brand auf dem Hof Petig in Dörentrup. (© Jens Rademacher)

Dörentrup-Bega. Die Ursache des Großbrandes auf dem Hof Petig an der Sibbentruper Straße, bei dem am Sonntagmorgen etwa 750 Tiere ihren Tod fanden, ist ermittelt.

Ein Kurzschluss in den Stromleitungen auf dem Dachboden. Da unter dem Dach des mehr als 100 Jahre alten Gebäudes das Stroh lagerte, breitete sich das Feuer rasend schnell aus. Als die Hofbesitzer die Flammen bemerkten, war es für die Tiere schon zu spät. 

Es ist ein Mammut-Einsatz gewesen: Von der ersten Meldung des Großbrandes in der Sibbentruper Straße am Sonntag um 10 Uhr bis Mittwoch um 16 Uhr waren rund um die Uhr Feuerwehrleute auf dem Hof Petig, um die Brandruine zu bewachen. Denn in dem Stroh, das in der ausgebrannten Scheune gelagert war, mussten immer wieder Glutnester gelöscht werden. Erst am Dienstag konnten die Aufräumarbeiten beginnen.

Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach habe die Löscharbeiten nicht behindert, sagt der Dörentruper Feuerwehrchef Stephan Kempa – obwohl diese Anlagen für die Feuerwehr im Brandfall durchaus ein Problem seien. „Der Brand wird dadurch abgedeckt und ist schlechter erreichbar", erklärt er das Problem; zudem seien Solarmodule eine zusätzliche Gefahr für die Helfer – durch den Strom, den sie erzeugen. „In diesem Fall war das Dach mit der Anlage aber schon eingestürzt." Der Strom sei beim Eintreffen der Feuerwehr sofort abgeschaltet worden.

Inzwischen wurde die Scheune größtenteils abgetragen, das Stroh herausgeräumt und letzte Glutnester gelöscht. Spezialfirmen kümmern sich um die Entsorgung des Durcheinanders aus verbrannten Tierkadavern, Schutt und kontaminiertem Stroh.

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