Landrat zeichnet neun Lipper mit dem Lippischen Ehrenring aus

Nicole Ellerbrake

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Ausgezeichnet: (von links) Jörn Saak, Karl-Heinz Straub, Gisela Straub, Eveline Klenke, Joshua Janzen, Luise Kütemeier, Eckhard Bebermeier, Thomas Hartmann und Frank Hüstmann. - © Nicole Ellerbrake
Ausgezeichnet: (von links) Jörn Saak, Karl-Heinz Straub, Gisela Straub, Eveline Klenke, Joshua Janzen, Luise Kütemeier, Eckhard Bebermeier, Thomas Hartmann und Frank Hüstmann. (© Nicole Ellerbrake)

Dörentrup-Wendlinghausen. Was für die Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdienstkreuz ist, ist für Lippe der Ehrenring. Für das vergangene Jahr hat Landrat Dr. Axel Lehmann am Samstag im Schloss Wendlinghausen acht Lippische Ehrenringe für soziales und ehrenamtliches Engagement verliehen.

Dabei ist der Ehrenring ein Orden, er ähnelt dem Verdienstkreuz. Das Ehrenamtsbüro des Kreises koordiniert die Preisvergabe. „34 Bewerbungen gab es im vergangenen Jahr, von denen wir sechs für den normalen Preis und zwei für die Sonderpreise ,Kultur‘ und ,Jugendliches Engagement‘ ausgesucht haben. Dabei fiel die Wahl wie immer alles andere als leicht", sagte Lehmann. In seiner Laudatio wurde für die mehr als 160 Gäste schnell deutlich, dass die diesjährigen Gewinner die Preise mehr als verdient haben.

Gleich zwei Ehrenamtler aus Schieder-Schwalenberg sind dabei. Eveline „Ev" Klenke, die Lehmann als „gute Seele" bezeichnete, setzt sich bereits seit 30 Jahren für ihre Mitmenschen ein. Sie fördert das Miteinander in Form von Klönnachmittagen, kümmert sich auf dem Friedhof um Gräber, die von den Angehörigen selbst nicht mehr betreut werden können und unterstützt Senioren bei ihren Einkäufen. Thomas Hartmann betreut seit 1987 den TuS Schieder. Unermüdlich kümmert er sich um alle organisatorischen Aufgaben und ist bei Problemen stets zur Stelle.

Ebenfalls sehr aktiv in der Vereinsarbeit ist Eckhard Bebermeier seit 60 Jahren im TuS Langenholzhausen im Kalletal. Als gelernter Maurer hat er in den Erhalt der Vereinsanlage bereits einige Arbeitsstunden investiert. Seit 2007 ist er hauptsächlich alleine für die gesamte Pflege der Anlage zuständig. Seinem Verein treu ergeben ist auch der Detmolder Gerhard Hansmeier. Er hat im Heimatverein „Unser Diestelbruch" über viele Jahre sehr viel erreichen können, wie zum Beispiel eine Waldkindergruppe und einen Walderlebnispfad im Leistruper Wald.

In Bad Salzuflen kümmert sich Luise Kütemeier mit großer Leidenschaft seit 40 Jahren um Menschen mit geistigen Behinderungen. Mit dem Arbeitskreis „Hilfe für Behinderte in Bad Salzuflen" etablierte sie bereits Kooperationen mit Eben-Ezer und der Volkshochschule. Erstmals wurde mit Gisela und Karl-Heinz Straub ein Ehepaar ausgezeichnet. Sie sind in ihrer Heimat Augustdorf äußerst aktiv in der Flüchtlingshilfe.

Der Kultur-Sonderpreis ging an den Verein „Die Falkenburg", Jörn Saak und Frank Hüstmann nahmen ihn entgegen. Die Mitglieder entwickelten 2004 ein Konzept zur Sicherung der Falkenburg und gehen diesem seither eifrig nach, immer mit dem Ziel vor Augen, die alte Burg für Gäste wieder begehbar und erlebbar zu machen. Joshua Janzen aus Lage bewährte sich mit seinen 19 Jahren bereits bei der Malteser Jugend, der Deutschen Katholischen Jugend und ist Mitbegründer des ersten Jugendparlamentes in Lippe.

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