Kirchengemeinde dreht Kinderfilm um Handpuppe "Fritzi"

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Handpuppe "Fritzi" - © Kirchengemeinden Hillentrup und Spork-Wendlinghausen
Handpuppe "Fritzi" (© Kirchengemeinden Hillentrup und Spork-Wendlinghausen)

Dörentrup. Im Januar dieses Jahres wurden die ehemals selbstständigen Kirchengemeinden Hillentrup und Spork-Wendlinghausen zu einer Kirchengemeinde zusammengeschlossen. Im Zuge dieser Maßnahme gestaltet die Kirchengemeinde ihr erstes gemeinsames Jahr als ein „Jahr der Freundlichkeit“. Und so gab es auch in der Zeit des Shutdowns Projekte, die von Menschen aus allen Ortsteilen der Kirchengemeinde gemeinsam durchgeführt wurden, heißt es in einer Mitteilung. Beispielsweise ist seit einigen Tagen auf der Internetseite der Kirchengemeinde ein zweiter Kinderfilm zu sehen.

„Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion der Kindergottesdienst-Teams in Hillentrup, Spork und der Kindertagesstätte Vogelnest“, sagt Sabine Hartung, Sprecherin des Projekts. „Wir möchten durch das kleine Filmprojekt unsere Zusammengehörigkeit in unserer einen, neuen Kirchengemeinde zum Ausdruck bringen. Auf Dauer möchten wir uns vernetzen, kooperieren und uns bei Engpässen im Kindergottesdienst auch einmal gegenseitig unter die Arme greifen.“

Star des zweiten Films ist auch diesmal die Handpuppe „Fritzi“, gespielt von Kindertagesstättenleiterin Petra Niehage. Zur Geschichte: „Fritzi“ und seine Freunde haben zur Zeit des Shutdowns Freundlichkeitssteine bemalt und in Dörentrup rund um die Pottkuhle verteilt, um den Dörentrupern eine Freude zu machen. „Fritzi“ will alle Steine für sich. Hinter dem Rücken seiner Freunde sammelt er sie kurzerhand alle wieder ein und steckt sie in seinen Beutel. Als seine Freunde dies mitbekommen, wenden sie sich enttäuscht ab: sollte die Steinaktion doch eine gemeinsame Aktion sein. Und jetzt will „Fritzi“ alles für sich und macht damit alles kaputt. „Fritzis“ Freundin Sabine bleibt bei ihm auf dem Sofa sitzen und lässt „Fritzi“ die Geschichte vom Zöllner Zachäus mitspielen und erleben.

„Meins. Meins, meins. Jedem das Seine und mir das Meiste: Wir wollten darstellen, wie das kälteste Gesetz der Welt das Miteinander und die Gemeinschaft kaputt macht. Wir wollten den Kindern zeigen, dass sie sich selbst ins Abseits stellen, wenn sie rücksichtslos nur auf sich schauen und andere ausnutzen“, so Sabine Hartung. Wer zurückgebe und teile, sei besser dran. Freunde könne man sich schließlich nicht kaufen.

Der Film dauert 23 Minuten und kann jetzt von allen Kindern der Kirchengemeinde angeschaut werden. Da es bis zum Beginn der Sommerferien keinen Kindergottesdienst mehr gab, bekommen alle Kinder von vier bis zwölf Jahren Sommer-Post mit einem Hinweis auf die Homepage der Kirchengemeinde.

Das Sporker Team, bestehend aus Rieke Ollenburg, Fynn und Britta Schwederske, Janika Stütze, Emily Rohde, Petra Niehage und Sabine Hartung, habe sich die Geschichte und die Kameraeinstellungen selbst ausgedacht, die Dialoge geschrieben und die „Fritzi“-Szenen gefilmt. Gefilmt wurde mit zwei Kameras – einmal für die Totale und für die Detailaufnahmen. Unterstützung bekam das Team von Helmut Hartung und Holger Stütze. Das Hillentruper Team mit Johanna Müller und Andrea Schulz lädt die Kinder dazu ein, selbst Freundlichkeitssteine zu bemalen.

„Jeder hat seinen Beitrag geleistet. Es lief alles super kooperativ und verbindlich. Wir haben uns gegenseitig als absolut zuverlässig erlebt,“ wird Sabine Hartung in der Pressemitteilung zitiert. Ein Zusammenschluss bedeute für sie, dass man gemeinsam an einem Strang ziehe.

Der Film ist unter www.kirche-hillentrup-spork.de zu finden.

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