Ereignisreiches Wochenende auf Burg Sternberg

Märchenhaftes Lautenfest

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Beate Dittmann, Wolfgang Wiehe, Ulf Dressler und Joachim Domning (von links). - © Foto: Tegtmeier
Beate Dittmann, Wolfgang Wiehe, Ulf Dressler und Joachim Domning (von links). (© Foto: Tegtmeier)

Extertal-Linderhofe (kte). Lautenspieler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien haben am Wochenende die Burg Sternberg fest im Griff gehabt. Beim Lautenfest der Deutschen Lautengesellschaft gab es Vorträge, Konzerte sowie Kurse - und auch ein Märchen der besonderen Art.

Wie man durch Fleiß vom Esel zum Mensch wird, darum geht es in dem Märchen vom klugen Eselein. Wie dem kleinen grauen Langohr diese Verwandlung gelungen ist, konnten die großen und kleinen Zuhörer am Samstagnachmittag im Rittersaal der Burg beobachten. Die Moral von der Geschichte: Wenn man stets fleißig übt, wird man belohnt. Wie in diesem Fall der Laute spielende Esel, der für immer ein Mensch bleiben darf.

Das Märchen stammt ursprünglich aus der Feder der Gebrüder Grimm. Die musikalische Version wurde von Joachim Domning, der auch als Sprecher agierte, konzipiert - und das ist ihm sehr gut gelungen. Denn die Erzählung mit zum Teil recht lustigen Dialogen wurde immer wieder durch Bilder und wunderschöne Lautenkompositionen oder Folklorestücke ergänzt. Beispielsweise erklang, als der Esel und sein Freund Italien besuchten, eine Tarantella, in der Slowakei hörten sie ein Abendlied und in Österreich spielte das Lauten-Duo "O du lieber Augustin". Bei dem Lied summte und sang das aufmerksame Publikum mit.

Die Interpreten waren ebenfalls hervorragend: Neben Joachim Domning schlüpfte Wolfgang Wiehe in die Rolle des Laute spielenden Esels, Beate Dittmann stellte seine Lehrerin und den Freund dar, Ulf Dressler den König. Und für sie war es auch eine Art Premiere: Da die vier Beteilgten alle aus verschiedenen Himmelsrichtungen kommen und sich meist nur zu bestimmten Anlässen wie dem Lautenfest sehen, konnten sie vor Ort nur ein einziges Mal zusammen üben.

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