Maskierter Clown springt Frau in Extertal vor fahrendes Auto

Janet König

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Verbreitet nicht immer ein Lächeln. - © Symbolbild: Pixabay
Verbreitet nicht immer ein Lächeln. (© Symbolbild: Pixabay)

Extertal. Sind die Horror-Clowns zurück? Eine Person mit Clownsmaske soll am Montagabend gegen 21.30 Uhr einer Autofahrerin in Extertal vor den Wagen gesprungen sein. Der Vorfall ereignete sich auf der Straße "Im Siek". Vor knapp zwei Jahren hatte es eine regelrechte "Welle" von Clown-Sichtungen gegeben - auch in Lippe erhitzten mehrere Vorfälle die Gemüter.

Die Frau im aktuellen Fall konnte ihren Wagen rechtzeitig abbremsen und drehte sofort, als der Unbekannte auf ihr Fahrzeug zukam, heißt es im Polizeibericht. Die Autofahrerin gab im Gespräch mit der Polizei an, dass in den zurückliegenden Wochen mehrfach eine Person mit Clownmaske auf der Meierberger Straße gesichtet worden sei. Das habe die Frau aus ihrem Bekanntenkreis erfahren.

Die Person soll etwa 1,70 Meter groß und schlank sein. Gegenstände hatte sie nicht dabei, heißt es weiter. Schadensfälle sind bislang ebenfalls nicht bekannt geworden. Betroffene, die ähnliche Vorfälle erlebt haben, sollen sich bei der Polizei melden. Ein derartiges Auftreten kann unter bestimmten Umständen juristisch als „gefährlicher Eingriff in der Straßenverkehr" gewertet werden und demzufolge Konsequenzen bis hin zur Freiheitsstrafe nach sich ziehen.

Situation vermeiden

Die Polizei rät dazu, bedrohlich wirkenden Gruppen oder Einzelpersonen möglichst auszuweichen und/oder einen längeren Weg in Kauf zu nehmen. Betroffene sollten sich auch nicht scheuen, die „110" zu verständigen.

Laut Polizei kursieren jedoch auch sogenannte Falschmeldungen im Netz. Daher warnen die Beamten davor, sich durch Meldungen in den sozialen Netzwerken beeinflussen lassen. Immer öfter werden besipeilsweise sogenannte „Prank-Videos" (aus dem Englischen für „Streich", „Schabernack") veröffentlicht und geteilt, die die Bevölkerung verunsichern können. Daher bittet die Polizei, solche Videos nicht zu teilen.

Kommentatoren in sozialen Netzwerken rufen daneben verstärkt zur Selbstjustiz gegenüber den vermeintlichen als Clowns verkleideten Angreifern auf, heißt es weiter. Die Polizei warnt ausdrücklich davor, solchen Aufrufen zu folgen. Selbstjusitiz ist in allen Fällen strafbar.

Außerdem weist die Polizei daraufhin, dass nicht jede als Clown verkleidete Person tatsächlich zum Angreifer wird. In den meisten Fällen liegt die Intention des Maskierten im „bloßen" Erschrecken und hat lange Tradition, insbesondere um die Zeit des 31. Oktobers (Halloween).  Doch auch das bloße Erschrecken könne schon strafrechtlich relevante Konsequenzen mit sich ziehen. Vor allem, wenn sich die Geschädigte Person dabei Verletzungen zuzieht.

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