Teich soll Amphibien im Heimbachtal ein Zuhause geben

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Bild 3: Die ersten Frösche haben sich in den neuen Amphibienteich eingefunden und dort gelaicht.  - © Landesverband Lippe
Bild 3: Die ersten Frösche haben sich in den neuen Amphibienteich eingefunden und dort gelaicht.  (© Landesverband Lippe)

Extertal-Bösingfeld. Am Schnattergang im Naturschutzgebiet Heimbachtal, östlich von Extertal-Bösingfeld, entsteht ein Amphibienteich. Der ehemalige Feuerlöschteich wurde über den Winter trockengelegt und soll nun der Natur, vor allem den heimischen Amphibien, überlassen werden.

Im September vergangenen Jahres wurde der ehemalige Feuerlöschteich im Naturschutzgebiet Heimbachtal trockengelegt. Thomas Fritzemeier, Leiter des Forstreviers Bösingfeld, hatte die Idee aus dem Gewässer einen Amphibienteich zu machen, denn Lebensraum für die Tiere wird immer knapper, teilt der Landesverband Lippe in einer Pressemitteilung mit. Die Projektidee stimmte er mit der Biologischen Station Lippe und der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Lippe ab.

Mit Hilfe des Lippischen Fischereivereins wurden die Fische aus dem Teich entnommen und in umliegende Gewässer verteilt. Die Umsiedlung der Tiere sei notwendig gewesen, um Amphibien und Insekten einen geeigneten und schützenden Lebensraum zu bieten. „Für Fische ist der Laich eine Nahrungsquelle. Indem wir die Tiere in andere Gewässer gesetzt haben, haben wir die idealen Bedingungen für die Amphibien geschaffen, sich hier auszubreiten", wird Thomas Fritzemeier zitiert. Um den Teich trockenzulegen, ließ er über eine Woche langsam das Wasser ab, so wurde die Überschwemmung des umliegenden Heimbach-Netzes verhindert. Anschließend konnte der Teich von Müll und Schlamm befreit werden. Nachdem die leere Grube getrocknet und ausgewintert war, wurde sie wieder mit dem Wasser des Heimbaches geflutet. Knapp eine Woche dauerte es, das Gewässer zu füllen. Nun könnten sich Amphibien und auch Spaziergänger an einem glasklaren Teich erfreuen.

Thomas Fritzemeier warte derweil noch gespannt auf die Ankunft der Amphibien, denn der Landesverband werde nicht weiter eingreifen und so das Gewässer der Natur überlassen. Der Teich werde von alleine besiedelt, denn die Tiere fänden den Weg zum Wasser von selbst. Aus naturschutzrechtlichen Gründen sei es außerdem nicht erlaubt, Amphibien umzusetzen, heißt es.

Die Spuren der ersten Bewohner seien jedoch bereits gesichtet worden. An der nördlichen Seite des Teichs hätte Fritzemeier in Ufernähe zwischen ein paar Wasserpflanzen Froschlaich entdeckt. Dort könnten die Kaulquappen sich nach dem Schlüpfen verstecken und Fressfeinden entgehen. Der Teich biete den Amphibien einen geeigneten Lebensraum, nicht nur durch die Abwesenheit der Fische. Denn die Tiere benötigten Gehölzstreifen an Land als Versteckmöglichkeiten und für die Nahrungssuche, außerdem sei der Teich tief genug, so dass sie in ihm überwintern könnten. Auch Insekten würden zudem von der Abwesenheit der Fische profitieren.

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