70 Drachen fliegen beim dritten Drachenfest

Guntmar Wolff

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(von links) Wilfried Dinger (Vorsitzender Luftsportverband Egge), Meik Schlänger (stellvertretender Vorsitzender Drachenclub Paderborn), Carsten Onasch und Markus Münstermann (Vorsitzender Drachenclub Paderborn) vor einem stablosen Großdrachen, der nicht fliegen kann. - © Guntmar Wolff
(von links) Wilfried Dinger (Vorsitzender Luftsportverband Egge), Meik Schlänger (stellvertretender Vorsitzender Drachenclub Paderborn), Carsten Onasch und Markus Münstermann (Vorsitzender Drachenclub Paderborn) vor einem stablosen Großdrachen, der nicht fliegen kann. (© Guntmar Wolff)

Horn Bad Meinberg/Steinheim-Vinsebeck. Bei strahlend blauem Himmel und genügend Wind hat zum dritten Mal das zweitägige Drachenfest auf dem Flugplatz in Steinheim-Vinsebeck stattgefunden. Dazu hatte der Drachenclub Paderborn gemeinsam mit dem Luftsportverband Egge (LSV) aus Horn-Bad Meinberg eingeladen.

Mehr als 70 Gäste kamen, um ihre Kasten- und Lenkdrachen in die Höhe steigen zu lassen. Einer von ihnen war Carsten Onasch. In Eigenarbeit hatte er einen stablosen Großdrachen – einen Bagger – gefertigt. „750 Quadratmeter Tuch habe ich im heimischen Wohnzimmer genäht", verriet er lachend. Eine Stunde dauert es, bis der Bagger mit Luft aufgefüllt ist, fliegen kann er jedoch nicht. Der Wert dieses Großdrachens, in den Onasch nach eigenen Angaben 1000 Arbeitsstunden gesteckt hat, beträgt 20.000 Euro.

Fotostrecke: Drachenfest in Horn-Bad Meinberg

Nur ein paar Schritte entfernt stand Karl-Ulrich Körtel: Er moderierte und erzählte dabei manch Wissenswertes zu den einzelnen Modellen, die am Himmel schwebten. Körtel selbst ist seit einiger Zeit sehr bekannt – als Hüter einer Rarität. Eine Dame aus der Nähe von Rheine habe ihm zur Aufbewahrung einen Rhomboid-Flugdrachen gegeben. Dieser sei von der Firma Steiff um 1911 gefertigt worden und vermutlich das einzige Exemplar weltweit. Aber auch der LSV hatte einige Besonderheiten aufzubieten. So konnten Besucher in einem aufgeschnittenen Segelflugzeug, das mit einem Computer ausgestattet war, mit dem Simulationsprogramm Condor zumindest virtuell abheben.

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