Auf die Straße gerutscht: Polizei und Feuerwehr retten neugeborenes Kälbchen

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Dieses Kälbchen rutsche kurz nach der Geburt auf die Straße. - © Polizei Lippe
Dieses Kälbchen rutsche kurz nach der Geburt auf die Straße. (© Polizei Lippe)

Horn-Bad Meinberg. So einen tierischen Einsatz als außerplanmäßige Geburtshelfer erlebt die lippische Polizei wahrscheinlich eher selten. Ein neugeborenes Kälbchen auf noch ganz wackeligen Beinen stand plötzlich auf der Straße. Zum Glück wurde es rechtezeitig entdeckt.

Mitten in der Nacht ging am Wochenende der Anruf bei der Leitstelle ein, dass ein Kälbchen auf der Altenbekener Straße in Horn-Bad Meinberg Richtung Veldrom unterwegs ist. Die Beamten rückten aus, um das Kälbchen in Sicherheit zu bringen, das sich verlaufen hatte. „Dass mal Rinder ausbrechen, das passiert häufiger", sagt Lars Ridderbusch, Pressesprecher der Polizei Lippe auf LZ-Anfrage. „Aber so ein ganz Kleines, gerade neugeborenes, dass das ausbüxt und durch die Gegend läuft, das ist wirklich ungewöhnlich."

Die Mutter des kleinen Ausreißers habe auf einem Feld neben der Straße gestanden und verzweifelt nach ihrem verschwundenen Baby gemuht, wie die Polizisten bei Eintreffen feststellen konnten. Durch dichtes Gebüsch konnten sich Mutter und Kind allerdings nicht sehen. Die Polizei vermutet, dass das Kälbchen nach der Geburt durch die Hanglage des Feldes unter dem Zaun durchgerutscht – und auf der Straße gelandet ist. „Der Versuch unserer Kollegen, das Tier wieder auf das Feld zu führen, scheiterte zunächst. Das war dem Kälbchen wohl zu anstrengend, so dass es sich erschöpft auf die Fahrbahn legte und nicht wieder aufstand", heißt es im Polizeibericht.

Schlussendlich halfen aber „die lieben Kollegen" von der Feuerwehr. Die rückten gleich mit schwerem Gerät ein. Ein Mini-Bagger kam zum Einsatz. Damit luden sie das Kälbchen auf und fuhren es zurück in den Stall, wo seine Mutter bereits auf das Kleine wartete.

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