Niedrigwasser: Weserfähre stellt Betrieb ein

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Die Weserfähre von 1960 soll bald gegen ein neues Exemplar getauscht werden. Zur Zeit kann aufgrund des niedrigen Wasserstandes jedoch keine Fähre fahren. - © Archivfoto: Werner Hoppe
Die Weserfähre von 1960 soll bald gegen ein neues Exemplar getauscht werden. Zur Zeit kann aufgrund des niedrigen Wasserstandes jedoch keine Fähre fahren. (© Archivfoto: Werner Hoppe)

Kalletal-Varenholz. Die Weserfähre zwischen Varenholz und Veltheim hat aktuell ihren Betrieb eingestellt. Schuld daran sei der äußerst geringe Pegelstand des Flusses, wie die Gemeinde Kalletal mitteilt. Zurzeit liegt der Pegel der Weser den Angaben zufolge bei gerade einmal 100 Zentimetern.

Der Wasserstand müsse mindestens bei 115 Zentimetern liegen, bevor die Fähre ihren Betrieb wieder aufnehmen könne, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde. Wann dies der Fall sein werde, sei gegenwärtig noch nicht abzusehen. Sobald der Fährbetrieb wieder aufgenommen wird und Wanderer sowie Radfahrer übersetzen können, will die Gemeinde Kalletal auf ihrer Internetseite darüber informieren.

Ende September wird die neue Weserfähre zwischen Varenholz und Veltheim zu Wasser gelassen. Die Ausschreibung gewonnen hatte die Firma Rosemeier Schiffbau aus Minden. Sie hat den Auftrag über gut 87.000 Euro erhalten. Der Neubau ist ein Leader-Projekt, das heißt, es gibt Zuschüsse aus dem europäischen Förderprogramm. Nach Angaben der Kalletaler Gemeindeverwaltung ist eine Förderung in Höhe von 77.000 Euro bereits genehmigt. Die Gemeinde Kalletal steuert laut Ratsbeschluss maximal 35.000 Euro bei.

Die neue Fähre soll das alte Schiffchen von 1960 ersetzen. Die Fähre transportiert Fußgänger und Radfahrer, kommt ohne Motor aus und setzt nur mit Hilfe eines Seils über. Die neue Fähre soll im Gegensatz zur bisherigen barrierefrei sein – und sich außerdem besser für E-Bikes und normale Fahrräder eignen.

Die Fährleute arbeiten weiter ehrenamtlich. Derzeit sind es Martin Deppe und Alfred Huck. „Angelernt" werden gerade Peter Klemme und Michael Tenge.

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