"Food & Rock" zieht Fans aus weiter Ferne nach Lüdenhausen

Wulf Daneyko

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Beim Auftritt der Kalletaler Trashmetalband „Paradoxxon“ gab es beim Publikum kein Halten mehr. - © Wulf Daneyko
Beim Auftritt der Kalletaler Trashmetalband „Paradoxxon“ gab es beim Publikum kein Halten mehr. (© Wulf Daneyko)

Kalletal-Lüdenhausen. „Kalletal rockt – die Zweite": Eine Neuauflage des „Food-And-Rock-Festivals" auf den Talwiesen Am Kleikamp hat am Wochenende zahlreiche Rockfans aufs Land gelockt. Nach acht Bands im vorigen Jahr spielten diesmal gleich 16 Gruppen Open Air auf.

Bereits am Freitagabend rockten sieben Gruppen das Areal. Bis tief in die Nacht griffen die Musiker in die Saiten und ließen sich von den Zuhörern feiern. Am Samstag ging es schon am frühen Nachmittag los. Dabei war das Spektrum der Musikstile, die zu Gehör gebracht wurden, überaus vielfältig. Laute und schnelle Punk-, Hardrock- und Metallklänge wechselten mit Balladen und Singer/Songwriter-Stücken ab. Längere Umbaupausen zwischen den Bands wurden mit Auftritten von engagierten Solokünstlern kurzweilig überbrückt.

Auch das Publikum war überaus gemischt und erstreckte sich über drei Generationen. Ebenso breit gefächert war die Altersspanne der Musiker. Neben sehr jungen Bands standen auch einige Veteranen an der Klampfe. Doch frei nach dem Motto „je oller, desto doller" rockten sie, was das Zeug hielt. Geboten wurde dies alles bei freiem Eintritt. Veranstaltet wurde das Festival vom „Stage Team OWL", einem gemeinnützigen Verein von Rockmusikern für Rockmusiker. „Unser Verein will vor allem kreativen Musikern eine Auftrittsmöglichkeit bieten, die eigene Stücke spielen. Die meisten Bands hier spielen ehrliche, handgemachte Musik aus der eigenen Feder", erläutert Mitorganisator Norbert Görder . Bereits im Juli wurde so ein Event über drei Tage erfolgreich in Detmold organisiert.

Besonders vor der Bühne tobten die Besucher. „Es ist eine super Stimmung unter den Leuten. Das Tolle ist, dass hier alles vollkommen friedlich abläuft", sagte Görder. Aus einem Umkreis von etwa 100 Kilometern war das Publikum angereist. Viele Rockfans übernachteten auf dem Gelände in Zelten. „An jedem der beiden Festival-Tage hatten wir geschätzte 400 Besucher, denn es war ein ständiges Kommen und Gehen", meinte Görder.

Besonders bei den Lokalmatadoren „Paradoxxon" gab es für die Feierwilligen kein Halten mehr. Ihr druckvoller Mix aus Trash- und Black-Metal ließ keine Frisur unversehrt, denn das war die Stunde der Headbanger. Da hieß es nur noch „Rocken, dass die Schwarte kracht". Essen war das zweite Thema des Abends. Mehrere Stände präsentierten zum „Food-And-Rock-Festival" ein umfangreiches Speiseangebot mit „Livecooking". Heiß her ging es auch bei zwei speziellen Gigs, die besonders bei den männlichen Gästen ankamen. Am Freitag bot die Burlesque-Tänzerin „Violette" einen Augenschmaus, und am Samstag trat eine Striptease-Tänzerin auf, die zu später Stunde recht offenherzig wurde. Doch trotz dieser Intermezzi standen Musik und Feiern im Vordergrund.

„Wir wollen das Festival hier im nächsten Jahr noch größer aufziehen und fest in Kalletal etablieren", betonte Görder . „Bürgermeister Mario Hecker hat uns dabei seine Unterstützung angekündigt." Er hatte Samstag zur Eröffnung einige Grußworte an das Publikum gerichtet. Für die Rockfans jedenfalls war klar: Dieses Festival hat weitere Zugaben verdient.

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