Langläufer gehen auf die Loipe

Zwischen Linderhofe und Schwelentrup präpariert eine Pistenraupe eine offizielle DSV-Strecke

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Los gehts: Der offizielle Start des Rundkurses befindet sich am Wanderparkplatz in Linderhofe. Große Pfeilschilder weisen den Langläufern den Weg. Foto: Backe
Los gehts: Der offizielle Start des Rundkurses befindet sich am Wanderparkplatz in Linderhofe. Große Pfeilschilder weisen den Langläufern den Weg. Foto: Backe

Fährt derzeit schweres Gerät über eine Schneedecke, handelt es sich in den meisten Fällen um eine Räum-Aktion. Nicht so in Nordlippe. Hier sorgt eine Pistenraupe für eine gute Langlauf-Strecke.

Extertal/Dörentrup. Rund acht Kilometer lang ist die Loipe zwischen Linderhofe und Schwelentrup, die sogar mit einer offiziellen Ausschilderung durch den Deutschen Skiverband (DSV) daherkommt. Die Verantwortlichen sind sich sicher, allen Langlauffans mit der Strecke ein tolles und zudem kostenloses Angebot machen zu können. "Der Verlauf ist optimal. Es müssen keine Straßen gekreuzt werden und der Untergrund ist relativ tausicher", hofft Bernd Mühlenmeier, Vorsitzender des Dörentruper Verkehrsvereins, auf ein langes Langlauf-Vergnügen rund um den Steinberg.

Möglich macht dies eine neue Kooperation zwischen dem Verkehrsverein, den Sternberger Wintersportfreunden und dem Hotel "Zur Burg Sternberg". Boten die einzelnen Partner in der jüngeren und älteren Vergangenheit meist in Eigenregie verschiedene Strecken im Grenzgebiet zwischen Extertal und Dörentrup an, hat man sich nun erstmals auf eine gemeinsame Route geeinigt. "Es macht Sinn, die Kräfte zu bündeln. So wollen wir dafür sorgen, dass auf der besten Strecke gute Bedingungen herrschen", erklärte Mühlenmeier.

Wie schwierig selbst dieses Vorhaben ist, zeigte sich in den vergangenen Tagen. Die durch den schweren Schnee herabhängenden Zweige machten zunächst den Einsatz von Sägen und Astzangen nötig. Und auch die drei Meter breite Pistenraupe von Hotelier Jürgen Richard musste einige Runden drehen, bevor der Untergrund entsprechend verdichtet war. Zwar kann das Spurgerät aufgrund von technischen Problemen nicht eingesetzt werden, doch Richard geht davon aus, dass sich mit der Zeit auch ohne künstliche "Spurrillen" an vielen Stellen eine echte Loipe bilden wird. Schneit es wieder stärker, soll auch am Wochenende die Pistenraupe zum Einsatz kommen, um den Schnee erneut plattzuwalzen.

Um jetzt den Lohn in Form von vielen Besuchern ernten zu können, haben sich die Verantwortlichen schon lange vor dem Wintereinbruch engagiert. Nach einer ersten Besprechung im Herbst, während der man die Route festgelegt hatte, ging es im November zum ersten Mal in den Wald. Gemeinsam wurde die Strecke ausgeschildert - rund 30 Pfeile weisen nun nicht nur den Langläufern, sondern auch den Mitarbeitern auf der Pistenraupe den richtigen Weg. "Da braucht nun niemand mehr ins Sauerland fahren, wenn er eine Runde Langlaufen möchte", freut sich Mühlenmeier über das Ergebnis.

Information

Die Langlaufstrecke


Offizieller Start des Rundkurses ist der Wanderparkplatz neben der Linderhofer Feuerwache und dem Gästehaus des Hotels. Man kann aber auch am Ende der "Alten Dorfstraße" in Schwelentrup am Waldrand in die Loipe einsteigen. Die Strecke liegt zwischen 300 und 400 Meter über dem Meeresspiegel und verläuft wie eine "Acht". Neben dem Schauf- und dem Stühneberg wird auf der rund acht Kilometer langen Runde auch der Steinberg umfahren, auf dem sich eine ehemalige Raketenstation befindet.(bas)

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