Neue Masche: Trick mit der Nachnahme

Marianne Schwarzer

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Blomberg. Das ist Lippes Polizei bisher noch nicht untergekommen: Mit einem besonders ausgeklügelten Trick hat ein Betrüger die Betreiber eines Restaurants um Geld erleichtert.

Am Mittwoch, kurz bevor Athanasios Gerostathis sein Restaurant in der Blomberger Innenstadt öffnete, klingelte das Telefon. Der Anrufer gab sich als Rechtsanwalt Jürgen Bogner aus, der im selben Block seine Kanzlei betreibt. Er sei in Holland und könne eine wichtige Sendung nicht entgegen nehmen, sagte der angebliche Nachbar. Ob das El Greco dem Boten die Post wohl abnehmen und die Nachnahme von 45 Euro vorstrecken könne? Das versprach der Gastronom.

Am selben Tag brachte tatsächlich ein Mann einen DIN-A4-Umschlag vorbei: „Er sagte allerdings, das koste 55.80 Euro. Ich habe ihm das Geld aus der Kasse gegeben", so Gerostathis. Der gepflegt wirkende, 1,80 Meter große „Bote" mit Lederjacke und dunklen Haaren füllte eine Quittung aus. Auf die Rückseite schrieb er, er sei bis zum 26.6. im Urlaub. Unterschrieb mit J. Jäger, kassierte das Geld und verschwand.

Als Athanasios Gerostathis den Umschlag bei Rechtsanwalt Bogner abgeben wollte, guckte der groß: Er habe weder etwas bestellt noch angerufen. In dem Umschlag lagen Werbeprospekte. Gerostathis ist sauer: „Wenn der mir begegnet, der kann was erleben." Er ist sich sicher, dass sich der Täter in Blomberg auskennen muss, um die Masche durchzuziehen. Rechtsanwalt Bogner ist beeindruckt im negativen Sinn: „Das ist gut gemacht gewesen." Der Gastronom hat Strafanzeige gestellt, jetzt ermittelt die Polizei.

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