Junge Experten erklären Medien

Gesundheitspreis: Im Kreishaus werden fünf Schulen ausgezeichnet

Astrid Sewing

  • 0
Stolze Anzahl: Im Kreishaus haben fünf Schulen gestern vorgestellt, wie sie mit Smartphone und Tablet umgehen. Die kreativen Ideen wurden von der Gesundheitsstiftung Lippe mit jeweils 500 Euro prämiert. - © Astrid Sewing
Stolze Anzahl: Im Kreishaus haben fünf Schulen gestern vorgestellt, wie sie mit Smartphone und Tablet umgehen. Die kreativen Ideen wurden von der Gesundheitsstiftung Lippe mit jeweils 500 Euro prämiert. (© Astrid Sewing)

Kreis Lippe. Die Zeit der Jugend ist knapp bemessen, auf der einen Seite die Schule, auf der anderen die Ablenkung durch Smartphone und Tablet. Den Spagat haben fünf Schulen auf ganz unterschiedliche Art geschafft. Sie haben Projekte rund um die Mediennutzung entwickelt. Dafür sind sie gestern Abend mit dem Preis der Gesundheitsstiftung ausgezeichnet worden.

Dr. Axel Lehmann ist Vorsitzender der Stiftung, und er zeichnete in seiner Begrüßung das Bild eines gläsernen Menschen. "Schüler bekommen Fitness-Armbänder, alle Daten gehen an die Eltern, die Lehrer und direkt an den Arzt. Das ist keine Zukunftsversion, das gibt es bereits in Oklahoma", sagte Lehmann. Die technische Entwicklung sei nicht aufzuhalten, aber der sorgsame Umgang mit ihr sei wichtig. Darin wurde er durch Dr. Ulrich Preuß, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe, unterstützt. "Die Suchtgefahr wächst, und die Gefahr, sich zu isolieren."

Information
Die Gesundheitsstiftung

Die Stiftung wurde 2009 gegründet. Der Kreis Lippe, die Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt und die Sparkassen Paderborn-Detmold und Lemgo haben den Grundstein gelegt. Die Stiftung setzt sich unter anderem dafür ein, dass die medizinische Versorgung im ländlichen Raum verbessert wird. Jeder kann die Stiftung unterstützen. Beim Zustiften fließt das Geld komplett in den Vermögenstock der Gesundheitsstiftung. Der Kreis verdoppelt jeden gestifteten Betrag. Mehr Informationen gibt es unter www.gesundheitsstiftung-lippe.de .

Die fünf Preisträger, die Realschule und die Gesamtschule Aspe (Bad Salzuflen), das August-Hermann-Francke-Gymnasium (Detmold), die Karla-Raveh-Gesamtschule (Lemgo) und die Sekundarschule Nordlippe, haben jeweils ganz unterschiedliche Methoden entwickelt, um die Gefahren zu minimieren. Die Realschüler aus Aspe kamen mit einer Drohne zur Preisverleihung. Mit ihrer Hilfe wird das Schulschaufenster, das die Schüler eigenständig weiter entwickeln, um Luftaufnahmen bereichert. Die Gymnasiasten aus Detmold wiederum hatten ein Geocaching-Spiel entwickelt, mit dem die Fünftklässler auf Trab gebracht werden.

Die Hintergründe der Sozialen Netzwerke, das Spielverhalten, das Interesse der Konzerne an Daten, mit denen sich viel Geld verdienen lässt, hatten die Sekundarschule Nordlippe und die Karla-Raveh-Gesamtschüler in den Mittelpunkt gerückt. Das Cybermobbing und die Folgen wurden in einem Vortrag verständlich erklärt. 20 Gesamtschüler haben sich zu Medienberatern ausbilden lassen. Die Jugendlichen gehen in die Klassen, beraten aber auch Lehrer und Eltern. Die Juroren der Gesundheitsstiftung hatten aber auch etwas ausgewählt, was an Schulen noch absolutes Neuland ist: Die Gesamtschüler in Aspe nutzen iPads im Unterricht, unter anderem komponieren sie und vertonen Filme.

Alle Preisträger konnten sich über 500 Euro freuen. Kuratoriumsvorsitzender Dr. Albert Hüser dankte den Preisträgern für ihr Engagement und ermunterte sie, die Projekte weiter zu entwickeln. Schließlich können sich die Preisträger im kommenden Jahr wieder bewerben - dann gibts die dritte Auflage des Wettbewerbs.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!