Nahverkehr Westfalen-Lippe setzt Eurobahn unter Druck

Kirsten Fuhrmann

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Eurobahn (© LZ)

Kreis Lippe. Ausfälle, Verspätungen und mangelhafte Fahrgastinformation - so kritisiert der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) die Eurobahn. Vermehrt fallen seit Wochen Züge der Eurobahn wegen Personalmangel aus. Der Fahrgastverband ProBahn forderte erst kürzlich vom NWL eine Lösung für das Problem zu finden und notfalls eine Vertragsauflösung in Betracht zu ziehen. Der Zweckverband wird nun aktiv.

Abgesehen von den negativen Auswirkungen für die betroffenen Fahrgäste verletze der derzeitige Zustand laut einer Pressemitteilung des NWL "massiv und anhaltend die vertraglich vereinbarten Regelungen mit der Eurobahn und führt bereits zu erheblichen Sanktionen zu Lasten des Unternehmens".

Information

Fahrpreiserstattung

Wichtig ist für Fahrgäste der Hinweis, dass in NRW eine Mobilitätsgarantie für den gesamten Nahverkehr exisiert. Bei Verspätungen ab 20 Minuten können entweder Fernverkehr oder Taxi genutzt werden. Tagsüber werden dabei 25 €, nach 20 Uhr 50 € erstattet. Weitere Informationen gibt es unter www.mobigarantie-nrw.de.

In Gesprächen fordete der Zweckverband die Geschäftsleitung der Eurobahn bereits mehrfach auf, zu erklären, wie die vertraglich geregelte Leistung wieder hergestellt werden könne. Bislang hätte das aber zu keinen akzeptablen Aussagen und Erklärungen seitens des Unternehmens geführt, führt die NWL in ihrer Pressemitteilung aus.

Der Zweckverband wolle daher weiterhin mit Nachdruck eine Besserung der Eurobahn mit dem Ziel "eines tragfähigen und nachhaltigen Konzeptes für Leistung, Qualität und Kundeninformation" einfordern. Der NWL prüfe außerdem, welche Konsequenzen vertraglich und verkehrsrechtlich möglich sind, sollte die Eurobahn die Verbesserungen nicht erbringen. Laut WDR-Informationen soll der Zweckverband der Eurobahn sogar mit hohen Schadensersatzforderungen drohen.

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