Rettungsbusse unterstützen ab sofort die Feuerwehr im Einsatz

Martin Hostert

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Landrat Dr. Axel Lehmann (von links), Achim Oberwöhrmeier, Sven Oelmann, Kark-Heinz Brakemeier sind stolz auf die neuen Busse - © Martin Hostert
Landrat Dr. Axel Lehmann (von links), Achim Oberwöhrmeier, Sven Oelmann, Kark-Heinz Brakemeier sind stolz auf die neuen Busse (© Martin Hostert)

Kreis Lippe. Ein Welthit zur Premiere muss es schon sein – drunter machen es die selbstbewussten Lipper nicht. Unter den Fanfarenklängen von „The Final Countdown" sind am Mittwoch drei nagelneue Rettungsbusse auf den Hof des Feuerwehrausbildungszentrums in Lemgo gefahren, dem Anlass entsprechend in gleißendem Sonnenschein.

Einmal abgesehen von der heiteren Stimmung unter den Wehrleuten, Busunternehmern, Rettungsdienstlern und Verwaltungsleuten des Kreises ist das Thema ein ernstes: Es geht darum, im Notfall Menschen, zum Beispiel Nachbarn, von einer Unglücksstelle oder einem Brand in Sicherheit bringen zu können, ihnen ein warmes Plätzchen zu bieten – und auch darum, Rettungskräften eine Möglichkeit zum Ausruhen und zum Kraft schöpfen zu geben: „Das ist bis jetzt in einem Bulli für vielleicht zehn Leute oft doch ein wenig eng", sagte Kreisbrandmeister Karl-Heinz Brakemeier.

Landrat Dr. Axel Lehmann stand unter den Eindrücken des Großfeuers auf dem Bauhof in Detmold. „Was wäre denn gewesen, wenn Wohnungen hätten evakuiert werden müssen, wenn es eine kalte Nacht gewesen wäre? Da fehlten uns bis jetzt die Möglichkeiten, schnell zu helfen." Nun aber können die Busse zum Einsatz kommen, einer von ihnen ist zudem mit Blaulicht und Martinshorn ausgestattet. Außerdem sind die neuen Busse Werbemittel: Sie weisen, speziell lackiert, auf den Bevölkerungsschutz und die Notfallnummer 112 hin.

Meinolf Haase, Chef des Bevölkerungsschutzes, war stolz: „Wir können ein solches Projekt nicht allein betreiben, deshalb wollten wir Partner dazu holen." Die Idee, die sich die Lipper im Siegerland abgeguckt haben, ist dann von der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG) konkretisiert worden. Deren Geschäftsführer Achim Oberwöhrmeier sieht die drei nagelneuen Fahrzeuge nicht nur als Beitrag zur Daseinsvorsorge, sondern auch als Beweis für die Leistungsfähigkeit des Busverkehrs. Indes: „Leider dürfen wir das Blaulicht nicht einsetzen, um Verspätung aufzuholen", scherzte er.

Im Linienverkehr unterwegs

Die Busse sind eigentlich im Linienverkehr unterwegs, sie gehören den Unternehmen Felix-Reisen, Karl Köhne und Stötzel. Im Arbeitsalltag fahren sie im lippischen Westen, im Kalletal und auf der Strecke aus dem Südosten nach Detmold. Sie können im Notfall kurzfristig angefordert werden und werden dann durch andere Busse ersetzt. Die Fahrer sind entsprechend geschult worden, betont Meinolf Haase.

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