Briten bleiben in der Senne

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Die britische Armee will den Truppenübungsplatz Senne wohl auch zukünftig nutzen. - © Sigurd Gringel
Die britische Armee will den Truppenübungsplatz Senne wohl auch zukünftig nutzen. (© Sigurd Gringel)

Paderborn. 200 Soldaten der britischen Armee mit ihren Familienangehörigen werden am Standort Paderborn verbleiben, das teilten Stadt und Kreis Paderborn am Freitag mit. Darüber hinaus werden temporär britische Truppen vor Ort sein und den Truppenübungsplatz Senne weiter nutzen.

Etwa 600 bis 700 Briten werden somit weiterhin in Sennelager wohnen. Der Präsident des Landtags NRW, André Kuper, Paderborns Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Dreier sind am gestrigen Donnerstag durch den Kommandierenden der Britischen Streitkräfte in Deutschland, Richard Clements, informiert worden.

Augustdorfs Bürgermeister Dr. Andreas Wulf begrüßt die Entscheidung der Briten für die weitere Nutzung des Truppenübungsplatzes. Er sei (gestern, also Freitag, 13. Juli) darüber informiert worden, dass die Zusammenarbeit der britischen Streitkräfte mit der Bundeswehr ausgebaut werden soll. „Das ist ein sehr erfreuliches Signal für die Zukunft des Bundeswehrstandortes Augustdorf." Die Bundeswehr sei schließlich nicht nur für die Gemeinde, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung. Ein Nationalpark Senne könne nicht annähernd die Zahl der Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft der Bundeswehr ersetzen.

Die Fortsetzung der militärischen Nutzung sei auch sehr gut für Erhaltung der Senne als historische Heidelandschaft, ist Dr. Wulf überzeugt: „Die Einwirkungen der militärischen Nutzung auf die Landschaft ähneln denen der Bewirtschaftungsmaßnahmen der früheren Heidebauern. Auch diese legten immer wieder Brände und schufen insbesondere durch den Plaggenhieb nackten Boden, der die Lebensgrundlage vieler seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten ist."

Auch Wulfs Paderborner Kollegen begrüßen die Entscheidung: „Dadurch wird Klarheit für die Senne als militärisches Trainingsgebiet geschaffen", betonen Kuper, Müller und Dreier. „Das ist eine sehr gute Nachricht für Paderborn, insbesondere für Schloß Neuhaus und Sennelager, da die Kasernen Athlone und Normandy sowie eine große Anzahl von Wohnungen weiter genutzt werden", freut sich Bürgermeister Michael Dreier.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen habe ihm und Bürgermeister Michael Dreier vor einiger Zeit persönlich mitgeteilt, dass die Bundeswehr gerne die Briten als zusätzliche Nutzer der sähe, um sie besser „auszulasten". Darüber hinaus könnten auch weitere europäische Partner mit ihren Truppen die Senne nutzen.

Arbeitsverhältnisse mit Zivilbeschäftigten beendet

Die Präsenz der Briten habe gezeigt, so die Fachleute, dass Naturschutz und militärische Nutzung in Einklang miteinander gebracht werden könnten. „Ich gehe davon aus, dass die fachkundige Betreuung durch die Biologische Station und die Naturschutzbehörden bleiben wird", betont der Landrat.

Durch die ständige Präsenz der Briten in Paderborn werde auch das Britische mit all seinen kulturellen Facetten Paderborn erhalten bleiben. „Die große Freundschaft und Herzlichkeit ist ja gerade bei der jüngsten Parade „Freedom oft the City" deutlich geworden", betonen Landrat Manfred Müller und Bürgermeister Michael Dreier. Sehr bedauerlich sei es natürlich, dass die Arbeitsverhältnisse mit den Zivilbeschäftigten gleichwohl beendet würden. „Wir werden weiterhin die Agentur für Arbeit darin unterstützen, Lösungen zu finden, betonen beide.

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