Wertsachen in Bank-Schließfächern müssen extra versichert werden

Astrid Sewing

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Schlechte Beute: Wer diese falschen Scheine klaut, der wird sich ärgern. Die Versicherung wiederum würde es freuen, denn ersetzen müsste sie nichts. Der Inhalt der Schließfächer im Tresorraum einer Bank muss separat versichert werden. - © Archiv: Bernhard Preuss
Schlechte Beute: Wer diese falschen Scheine klaut, der wird sich ärgern. Die Versicherung wiederum würde es freuen, denn ersetzen müsste sie nichts. Der Inhalt der Schließfächer im Tresorraum einer Bank muss separat versichert werden. (© Archiv: Bernhard Preuss)

Kreis Lippe. Bei dem Banküberfall in Asemissen haben zwei maskierte Täter diverse Wertfächer aufgebrochen. Doch was heißt das für die Kunden, die ein solches Schließfach anmieten? Wer ersetzt den Schaden? Oder was ist auch gar nicht versichert?

Es gibt zwei Arten von Fächern: Sparbuchfächer in den Vorräumen und Tresorfächer, die zumeist im Keller eines Geldinstituts untergebracht sind. Beide unterscheiden sich deutlich, was den Sicherheitsstandard angeht. „Sparbuchfächer sind einfach aufzubrechen. In ihnen sollten auch nur Sparbücher aufbewahrt werden, die kann man schnell sperren lassen", sagt der Pressesprecher der Sparkasse Paderborn-Detmold, Elmo Spieß. Das Problem: In den Fächern wurden nicht nur die Sparbücher, sondern auch Bargeld eingeschlossen. „Die Kunden haben unterschrieben und wir haben darauf hingewiesen, dass das nicht zulässig ist, aber es passierte trotzdem", sagt Spieß. Entsprechend hätten sich Fälle von Aufbrüchen gehäuft, die Sparkasse habe ihre Sparbücher in Papierauszüge umgewandelt und die Fächer abgeschafft.

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Die Fahndung


Die Kripo Detmold arbeitet mit Hochdruck daran, den Raubüberfall auf die Volksbank in Asemissen aufzuklären und bittet Kunden und Besucher des Geldinstitutes um Mithilfe. Wer das Foyer der Bank an der Hauptstraße am Dienstag zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr betreten habe, möge sich bei der Kripo melden. Sie ist unter (05231) 6090 zu erreichen.

Bei den Tresorfächern sei die Sache anders. Die Geldinstitute stellen die Gelasse zur Verfügung, einige schließen einen Versicherungsschutz ein. „Da muss man sehr aufpassen, denn wenn der Wert der Gegenstände in dem Fach höher ist, dann bleibt man unter Umständen auf einem Teil des Schadens sitzen. Auch bei Bargeld kann es schwierig werden, manche Versicherer schließen das aus", sagt Georg Tryber, Pressesprecher der Verbraucherzentrale NRW. Übrigens auch dann, wenn man noch eine Hausratversicherung mit dem Zusatz „Außenversicherung" hat. „Es greift nur eine Versicherung, zuerst die der Bank. Die Hausrat übernimmt da im Schadensfall keine Differenz", sagt der Experte.

Er empfiehlt, das Gespräch mit der Bank zu suchen und gegebenenfalls nachzuversichern. Die Sparkasse Paderborn-Detmold und die Verbundvolksbank arbeiten mit Versicherern zusammen. „Die Inhalte des Schließfachs sind der Bank in der Regel ja nicht bekannt. Die R+V empfiehlt zum Beispiel, Nachweise in Form von Listen inklusive Fotos oder Expertisen zu erstellen und separat aufzubewahren", sagt Jutta Hanke, Pressesprecherin der Verbundvolksbank OWL.

Eine weitere Möglichkeit ist, sich ein Geldinstitut zu suchen, das nur das Fach vermietet. „Dann braucht man eine entsprechende Hausratversicherung, die den Zusatz ,Außenversicherung‘ hat", erklärt Tryber.
Allerdings sei es unter Umständen gar nicht so einfach, überhaupt ein Fach zu bekommen. Die Sparkasse Paderborn-Detmold und die Verbundvolksbank OWL bieten die Fächer mit und ohne zusätzliche Versicherung an. Der Service sei auch sehr nachgefragt, teilen beide mit. Zwischen 65 und 350 Euro – je nach Größe – kostet ein Gelass der Sparkasse. Die Verbundvolksbank hat 4885 Schließfächer an Kunden vermietet, an einigen Standorten gebe es Wartelisten, so Hanke. Die Preise liegen zwischen 50 und 375 Euro pro Jahr.

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