Mit Video: Rund ums Ei - Ausblasen für Profis

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Massenhafter Verzehr von Eiern steht in diesen Tagen an. - © Pixabay
Massenhafter Verzehr von Eiern steht in diesen Tagen an. (© Pixabay)

Kreis Lippe. Braun, weiß, bunt - die Geschäfte sind in den letzten Wochen und Tagen vor Eiern nur so übergequollen. Traditionell werden diese in vielen Familien gemeinschaftlich ausgeblasen und anschließend bemalt. Im Video haben wir uns mit ein paar Kniffen selbst daran versucht. Weiter unten gibt es noch ein paar Tipps und Tricks rund ums Ei.


Lieber nicht auspusten?

Wegen der möglichen Salmonellengefahr rät das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz vor Ostern zum vorsichtigen Umgang mit Hühnereiern. Die Eierschale gehöre nicht in den Mund, deshalb sollte beim beliebten Ausblasen der Eier ein Strohhalm verwendet werden. Salmonellen lösen schwere Durchfallerkrankungen aus.

Eier richtig lagern

Eier lagern am besten getrennt von anderen Lebensmitteln. Denn ihre Schale ist luftdurchlässig, kann daher Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen. Darauf weist die Initiative "Zu gut für die Tonne!" der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hin. Gut ist, sie im Eierfach des Kühlschranks mit dem spitzeren Ende nach unten aufzubewahren, so halten sie sich länger. Denn so ist die Luftkammer oben. Andersherum kann es passieren, dass die Luftblase irgendwann aufsteigt, sich dadurch die Eihaut ablöst und Keime eindringen.

Eier sind mindestens 28 Tage nach dem Legedatum haltbar. Ob sie noch frisch sind, lässt sich leicht testen: Dafür das Ei einfach in ein Glas mit kaltem Wasser legen. Ist es frisch, bleibt es am Boden. Ein älteres Ei richtet sich auf oder steigt nach oben.

Wer vom Eier ausblasen zu Ostern noch Eiweiß und -gelb übrig hat, kann dieses einige Tage lagern: Abgedeckt im Kühlschrank hält es zwei bis drei Tage, tiefgekühlt mit etwas Salz oder Zucker sogar sechs bis zehn Monate. Eiweiß allein hält auch ohne Zusatz von Salz oder Zucker bis zu einem Jahr, wenn man es tiefkühlt.

Eier besser nicht abschrecken

Verbraucherschützer raten dazu, Eier nach dem Kochen nicht mit kaltem Wasser abzuschrecken. Die alte Küchenweisheit, wonach sich abgeschreckte Eier besser pellen lassen, ist sowieso schon lange widerlegt. Die Pell-Eigenschaften gekochter Eier hängen vielmehr vom Alter der Eier ab: Ganz frische Eier lassen sich schlechter pellen als solche, die schon ein paar Tage im Kühlschrank hinter sich haben. Wer trotzdem gekochte Eier mit kaltem Wasser abschreckt, sorgt lediglich dafür, dass in der Eierschale kleine Sprünge entstehen, durch die Sauerstoff und Bakterien ins Innere gelangen. So büßt das gekochte Ei an Haltbarkeit ein. In der Regel ist das nicht schlimm, da gekochte Eier selten lange gelagert werden. Wenn Verbraucher aber ihre gekochten Frühstückseier zu Ostern auch noch färben und dekorativ in der beheizten Wohnung bis zum Verzehr ausstellen, ist laut Experten der ARAG Vorsicht geboten.

Woher kommt mein Ei eigentlich?

2005 verpflichtend eingeführt, gibt der EU-einheitliche Erzeugercode Aufschluss über die Herkunft des Eies und die Art der Legehennenhaltung. Das meldet die ARAG-Versicherung in einer Pressemitteilung. Der Code beginnt mit einer Ziffer zwischen 0 und 3, dann folgen das Länderkürzel und eine längere Nummer:

Die erste Ziffer steht für die Art der Legehennenhaltung:
0 für ökologische Erzeugung
1 für Freilandhaltung
2 für Bodenhaltung
3 für Käfighaltung

Das darauf folgende Länderkürzel bezeichnet das Erzeugerland, so steht z. B.
DE für Deutschland
AT für Österreich
BE für Belgien
FR für Frankreich
NL für Niederlande
PL für Polen

Danach folgt die individuelle Betriebsnummer
Diese ermöglicht es, im Bedarfsfalle die genaue Herkunft des Eies zurückzuverfolgen.
Das Bundesland (1 = Schleswig-Holstein; 16 = Thüringen), Erzeugerbetrieb und sogar der Stall sind
hier verschlüsselt dokumentiert.

Mit Material von dpa.

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