Mit Video: EU-Kandidaten liefern sich Schlagabtausch in der Wahlarena

Astrid Sewing

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Gut gerüstet: (von links) Gavin Just und Dirk Baldus haben den EU-Kandidaten Dr. Ulrich Klotz, Sally Lisa Starken, Birgit Ernst und Jan Ovelgönne in der Wahlarena auf den Zahn gefühlt. Für die Wirtschaftsjunioren spricht Vincent Sander. Yvonne Glandien hat die Mitmachaktionen vorbereitet. - © Astrid Sewing
Gut gerüstet: (von links) Gavin Just und Dirk Baldus haben den EU-Kandidaten Dr. Ulrich Klotz, Sally Lisa Starken, Birgit Ernst und Jan Ovelgönne in der Wahlarena auf den Zahn gefühlt. Für die Wirtschaftsjunioren spricht Vincent Sander. Yvonne Glandien hat die Mitmachaktionen vorbereitet. (© Astrid Sewing)

Kreis Lippe. Ein kleiner Pokal geht am Ende – virtuell – an Birgit Ernst, die Christdemokratin hat das Publikum Montagabend mit ihrer Europapolitik überzeugt. In der „Wahlarena", zu der die Wirtschaftsjunioren und die LZ eingeladen hatten, standen außerdem die Europawahlkandidaten Dr. Ulrich Klotz (FDP), Sally Lisa Starken (SPD) und Jan Ovelgönne (Grüne) Rede und Antwort.

Keine Frontalvorträge, sondern eine Mitmachaktion in der IHK hatte LZ-Redakteurin Yvonne Glandien vorbereitet. 40 Besucher wählten sich Montagabend per Smartphone ein und bewerteten die Beiträge. Die Ergebnisse des Mentimeters liefen auf der großen Leinwand im Hintergrund live ein. Die Fragerunde moderierten der Blogger Gavin Just und LZ-Redaktionsleiter Dirk Baldus.

Neue Formen der Mobilität

Es ging um den Klimaschutz, die soziale Gerechtigkeit, um die Frage, ob es die Vereinigten Staaten von Europa geben sollte oder eine europäische Armee. Die Antworten waren unterschiedlich. In Bezug auf die Klimakrise sahen alle Kandidaten Handlungsbedarf. Ernst, Ovelgönne und Starken wollen sich für neue Formen der Mobilität stark machen, für Angebote, die es attraktiver machen, das Auto stehen zu lassen. „Wir müssen Mobilität neu denken und verschiedene Fortbewegungsmittel kombinieren", meinten Ernst und Ovelgönne.

Starke sprach sich dafür aus, die Subventionen für die Landwirtschaft neu zu gewichten. Kleine und mittlere Betriebe sollten gefördert werden. Klotz würde hingegen Forschung und Digitalisierung verstärken und auch andere Arbeitsmodelle vorschlagen. „Wir bauen immer mehr Büros und zwingen die Menschen, zu pendeln. Viele könnten aber auch Homeoffice machen, das wäre eine Idee, die dem Klima hilft."

Die Vereinigten Staaten von Europa lehnte die Mehrheit des Publikums ab, ebenso eine europäische Armee. Die Frage aus dem Publikum, warum kein AfD-Vertreter dabei war, beantwortete der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren, Vincent Sander. „Wir haben alle gefragt, auch die Linken, aber sie wollten aus unterschiedlichen Gründen keinen Kandidaten schicken, sondern andere Politiker. Das hätte zu unserer Wahlarena nicht gepasst."

Das denken Lipper über Europa

Wie wichtig ist uns Europa? Was würden wir verändern? LZ.de hat sich bei einigen Lippern umgehört, wie sie die Lage vor der Europawahl einschätzen - mit bekannter Unterstützung. Als Gastmoderator hat Video-Blogger Gavin Just das Mikro in die Hand genommen.

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