400.000 Euro für den Bundeswehrtag in Augustdorf - Mit Video

Silke Buhrmester

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Tag der Bundeswehr 2019 Augustdorf - © Bernhard Preuss
Tag der Bundeswehr 2019 Augustdorf (© Bernhard Preuss)

Augustdorf. Neun Parkplätze, 17 Shuttlebusse, 1000 beteiligte Soldaten, 180 Rad- und Kettenfahrzeuge, dazu Vorführungen aus unterschiedlichen Truppenbereichen: Zum zweiten Mal ist die Öffentlichkeit für kommenden Samstag zum Tag der Bundeswehr nach Augustdorf eingeladen. Die Besucher erwarten viele Attraktionen. Das Großereignis wird mit einem Etat von 400.000 Euro auf die Beine gestellt.

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Zehn Monate haben die Vorbereitungen gedauert, am 15. Juni ist es soweit: Rund 30.000 Gäste werden in der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne erwartet. Von 9 bis 17 Uhr (Einlass: 8.30 Uhr) haben die Besucher die Gelegenheit, auf dem weitläufigen Kasernengelände allerlei Vorführungen zu sehen. „Der Tag dient dazu, die Bundeswehr in der Fläche zu präsentieren und mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen, aber auch der Nachwuchswerbung", sagt Hauptmann Martin Waltemathe. Mit Großveranstaltungen dieser Art haben die Augustdorfer schon Erfahrung – schließlich gab es 1974 den ersten Soldatentag, wie das Ereignis vor 2017 hieß, am Standort, wie Waltemathe betont.

Die Panzerbrigade 21 „Lipperland" präsentiert vom Kampfpanzer Leopard 2 bis zum Schwerlastkran nahezu alle Ketten-und Radfahrzeuge des Großverbandes. Daneben simulieren Angehörige des Jägerbataillons 1 aus dem hessischen Schwarzenborn in einem 100 Quadratmeter großen Haus aus Plexiglas den Orts- und Häuserkampf. Tierisch wird es, wenn die Hundeführer des Feldjägerdienstkommandos Augustdorf den Einsatz ihrer vier Diensthunde vorstellen. Die belgischen Schäferhunde stammen aus der Diensthundeschule in Ulmen/Eifel und werden als Schutz-, Sprengstoff- und Rauschgiftspürhunde eingesetzt.

Das Versorgungsbataillon 7 demonstriert unter anderem die Bergung eines Leopard-Panzers durch den Schwerlasttransport Mammut, der bis zu 65 Tonnen abschleppen kann. Daneben gibt es eine Blaulichtmeile, und das Augustdorfer Kraftfahrausbildungszentrum gewährt Einblick in die Fahrschulausbildung. Zudem überfliegen Hubschrauber und gegen 10 Uhr ein militärisches Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M das Gelände. Um 13 Uhr wird die Ansprache von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen übertragen.

Gegen die Veranstaltung haben sich die Regionalgruppe OWL der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), die Friedensinitiative Bielefeld und die Gruppe „Aufstehen Paderborn" formiert. Sie wollen an Parkplätzen in Augustdorf, Schloss-Holte-Stukenbrock und Hövelhof Infostände errichten. Der Tag sei „eine teure Werbeveranstaltung für das Militär". „Von hier finden Auslandseinsätze nach Afghanistan und in den Irak statt, die nicht mit dem Verteidigungsauftrag der Bundeswehr zu vereinbaren sind", so die Vorsitzenden der DFG-VK OWL, Irmgard Pehle und Rolf Reinert.

Personenkontrollen am Eingang

Besucher sollten dem Parkleitsystem folgen, im Ort herrscht Parkverbot. Presseoffizier Martin Waltemathe weist darauf hin, dass Hunde nicht erlaubt sind. Am Eingang erfolgen Taschen- und Personenkontrollen. Große Taschen und Rucksäcke dürfen nicht mitgenommen werden – Ausnahme: zum Transport von Baby- und Kleinkindbedarf oder Fotoausrüstungen. Zudem dürfen die Gäste keine Glasflaschen, Laserpointer, Drohnen, Waffen oder sonstige gefährliche Gegenstände mit auf das Gelände nehmen.

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