Lippe zeigt Solidarität mit jüdischer Gemeinde in Halle

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Ein Polizist steht vor der Neuen Synagoge. In Halle (Saale) wurden durch einen Angriff auf die dortige Jüdische Synagoge, zwei Menschen getötet. - © Carsten Koall/dpa
Ein Polizist steht vor der Neuen Synagoge. In Halle (Saale) wurden durch einen Angriff auf die dortige Jüdische Synagoge, zwei Menschen getötet. (© Carsten Koall/dpa)

Kreis Lippe. Zum Angriff auf die Synagoge in Halle an der Saale, der sich am Mittwoch ereignet hat, ist ein Schreiben aus Lippe an den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig, gegangen. Darin äußern sich Landessuperintendent Dietmar Arends, die evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe, Bettina Hanke- Postma, sowie der Landespfarrer für Ökumene und Mission, Dieter Bökemeier.

„Fassungslos haben wir von den Attentaten in Halle gehört: vom brutalen Angriff auf die Synagoge, der Tötung von Menschen, dem unfassbaren Antisemitismus des Täters. Ehrlich gesagt fehlen uns die Worte. Wir wollen dennoch unser Mitgefühl und unsere Solidarität laut werden lassen."

An Jom Kippur, dem Tag der Versöhnung, sei der Hass wieder einmal stärker als die Versöhnung gewesen. „Wie oft in der Geschichte musstet Ihr das erfahren. Wieder einmal wurde die jüdische Gemeinde angegriffen und das aus nur einem Grund, weil ihr Menschen jüdischen Glaubens seid. Der Angriff auf euch ist zugleich ein Angriff auf das allerengste Band zwischen Juden und Christen und allen Menschen, die guten Willens sind. Wir wollen und werden uns nicht damit abfinden und bekräftigen unsere Freundschaft und Verbundenheit miteinander."

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