Video: Die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden

Yvonne Glandien

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Kreis Lippe. "Lemgo, meine Geburtsstadt, ist schön, für mich war es ein Paradies, bis ja, bis ich 'merkte', ich sei etwas ANDERES!", schreibt Karla Raveh in ihrem Manuskript über ihr Leben. Die gebürtige Lemgoerin hat den Holocaust überlebt, während beinahe ihre gesamte Familie in den Konzentrationslagern der Nazis ums Leben kam. Im Video blicken wir zurück auf das Leben einer Frau, deren Geschichte ganze Generationen berührt hat und immer noch berührt.

Hier wird in Lippe den Opfern des Holocaust gedacht

Am 9. November 1938 brannten jüdische Geschäfte und Synagogen im ganzen Land. Zerstörung wütete, Tausende Menschen verloren ihr Hab und Gut. Gedenkstunden für die Opfer des Holocausts gibt es an diesem Samstag in Lippe. Eine Übersicht.

Bad Salzuflen: 18 Uhr Start der Gedenkfeier am Mahnmal der ehemaligen Synagoge in der Mauerstraße mit Bürgermeister Dr. Roland Thomas. Im Anschluss wird im Gemeindehaus der katholischen Kirchengemeinde Liebfrauen in der Grabenstraße 14 eine Ausstellung mit Bildern, Erläuterungen und Darbietungen von Schülern des Rudolf-Brandes-Gymnasiums eröffnet. Um 20 Uhr beginnt dann ein Konzert mit Monika Rey und Eva Schüttler: „Irgendwo auf der Welt – Jüdische Komponisten der 20er und 30er Jahre."

Blomberg: Um 19 Uhr beginnt in der Kirche im Seligen Winkel ein Konzert mit Schülern der Sekundarschule unter Leitung von Hans-Hermann Jansen. Dabei: Der Chor Cantus Novus und Friedhelm Flamme an der Orgel.

Lage: 18 Uhr Gedenkstunde am Jüdischen Friedhof an der Flurstraße mit Reden von Vertretern von Stadt und Kirchen und mit Musik. Namen der jüdischen Bewohner der Stadt, die im Holocaust umgebracht wurden, werden verlesen.

Lemgo: 14 Uhr Führung „Jüdisches Leben in Lemgo" ab Museum Hexenbürgermeisterhaus. Ab 15 Uhr ist die Gedenk- und Begegnungsstätte Frenkelhaus geöffnet. Von 17.30 Uhr an gibt es Beiträge von Jugendlichen der Realschule und der Karla-Raveh-Gesamtschule, um 18 Uhr wird die Gedenkstunde an der ehemaligen Synagoge, Neue Straße, fortgesetzt. Bürgermeister Dr. Reiner Austermann spricht.

Detmold: Evangelische, katholische und gewerkschaftlich organisierte Jugendliche legen um 17.30 Uhr am Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße einen Kranz nieder. Es folgt ein Gang zur Gedenkstätte Alte Synagoge in der Exterstraße. 18 Uhr: Beginn der Gedenkstunde dort, es sprechen Bürgermeister Rainer Heller und Pfarrer Dieter Bökemeier. Schüler des Stadtgymnasiums stellen Opferbiographien vor. Um 19.30 Uhr beginnt ein Konzert in der Kirche Heilig Kreuz: „Requiem für einen polnischen Jungen" von Dietrich Lohff mit dem Instrumentalensemble La Réjouissance und dem Detmolder Vokalensemble.

Schwalenberg: 17 Uhr Ansprache Bettina Hanke-Postma, Ev. Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Gezeigt wird „More Than a Number", ein dokumentarischer Kurzfilm zum Ghetto Litzmannstadt in Lodz von Studierenden der Technischen Hochschule OWL. Bernt Hahn liest Heinrich Heine in der Galerie Haus Bachrach, Marktstraße 14.

Stolpersteine in Lippe

Aber nicht nur an dem Jahrestag der Pogromnacht wird in der Region der Opfer gedacht. Mit Stolpersteinen, kleinen Gedenkmalen, die in den Fußboden eingelassen sind, schafft der Künstler Gunter Demnig Erinnerungen, die immer präsent sind. In der interaktiven Karte finden Sie die Stolpersteine, die in Lippe bisher verlegt wurden. Ein weiterer Stein soll bald in Detmold dazu kommen. Dort kämpft Joanne Herzberg für ein Andenken an ihre Familie.

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