Heinz Thiele sucht in Paderborn neue Herausforderungen

Astrid Sewing

  • 1
Heinz Thiele, Leiter der Detmolder Agentur für Arbeit, wechselt im September nach Paderborn. - © Vera Gerstendorf-Welle
Heinz Thiele, Leiter der Detmolder Agentur für Arbeit, wechselt im September nach Paderborn. (© Vera Gerstendorf-Welle)

Kreis Lippe. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagt Heinz Thiele. Chef bleibt er, aber er wechselt von Lippe nach Paderborn. Noch nimmt er keinen Abschied hier. Der 60-Jährige wird zum 1. September wechseln und dann nicht weniger, sondern eher mehr Arbeit und Verantwortung haben.

25 Jahre lang ist Thiele von Paderborn nach Lippe gependelt – dass diese Pendelei jetzt wegfällt, sei allerdings nur ein Pluspunkt, sagt er. Etwas ganz anderes habe ihn zu der Entscheidung bewogen, „über die ich auch erst einmal ein paar Nächte schlafen musste." Letztlich war es der Wunsch, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen, etwas mit einer anderen Perspektive zu gestalten. Zur Arbeitsagentur Paderborn gehört der Kreis Höxter – und die Jobcenter ebenfalls. „In Lippe ist das Jobcenter eigenständig, insofern ist das mehr Verantwortung, die ich aber gerne übernehme", sagt Thiele.

Und ganz so leicht sei ihm die Entscheidung auch nicht gefallen. In Lippe habe er ein tolles Team, sehr gut funktionierende Strukturen – und ein großes Netzwerk. Einiges davon gebe er jetzt mit dem Wechsel auf. „Ich glaube aber, dass das eine Lebensbereicherung ist, andere Strukturen anzunehmen, neue Menschen kennen zu lernen und Projekte anzustoßen." In Paderborn müsse er sich einiges neu erarbeiten, ein paar Ansprechpartner gebe es aber weiterhin. So seien die Kreishandwerkerschaft und die Sparkasse in Paderborn ansässig.

"Auch unkonventionelle Wege gehen, um zu helfen"

Heinz Thiele war 1995 nach Detmold gekommen – in einer Zeit, in der die Arbeitslosenzahlen nach oben gingen. Für ihn habe immer der von Arbeitslosigkeit Betroffene im Vordergrund gestanden, jeder habe eine individuelle Geschichte. „Wir müssen auch unkonventionelle Wege gehen, um zu helfen."

Das wird er jetzt als Nachfolger von Rüdiger Matisz, der sich in den Ruhestand verabschiedet, in Paderborn tun. Und weil es bei der Besetzung des Jobcenter-Chef-Postens durchaus Probleme gab und die Stelle lange Zeit vakant war, interessiert die Frage, wer ihn in Lippe „beerbt". Das beantwortet er diplomatisch. „Namen würde ich nicht nennen, einige Gremien müssen noch tagen. Ich gehe aber davon aus, dass es einen reibungslosen Wechsel geben wird und mein Nachfolger am 1. September übernimmt."

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2020
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

1 Kommentar
1 Kommentar

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!