Unfälle mit Kindern: Fragen alleine reicht nicht aus

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Bei einem Unfall darf ein Kind auf keinen Fall allein gelassen werden. - © Polizei
Bei einem Unfall darf ein Kind auf keinen Fall allein gelassen werden. (© Polizei)

OWL. Ein Unfall, bei dem ein Kind beteiligt ist. Scheinbar ist nicht viel passiert, das Kind zeigt keinerlei Verletzungen und erklärt auch auf mehrfaches Nachfragen, dass alles in Ordnung sei. Doch Vorsicht: "Kinder wollen nach einem Unfall nur eines: Sie wollen weg. So schnell wie möglich nach Hause", mahnt Erster Polizeihauptkommissar Oliver Naber.

Insbesondere zum Schulbeginn 2020 informiert die Polizei daher: Sollten Sie als Erwachsener an einem Unfall mit einem Kind beteiligt sein, dann bleiben Sie vor Ort und informieren die Polizei und wenn nötig den Rettungsdienst.

Auch wenn ein Kind bei einem Verkehrsunfall nicht angefahren wurde oder das Kind unverletzt blieb, so gilt in jedem Fall: warten Sie als Beteiligter an der Unfallstelle und wählen Sie die 110. Es reicht nicht aus, sich nur nach dem Gesundheitszustand des Kindes zu erkundigen und weiter zu fahren. Gerade junge Verkehrsteilnehmer können nach dem ersten Schreck oft nicht die Folgen eines Unfalls abschätzen. Schmerzen oder Verletzungen werden nicht immer sofort bemerkt, daher ist es wichtig, dass Kinder nach einem Unfall auf keinen Fall allein gelassen werden.

Das sollten Sie nach einem Verkehrsunfall beachten

Sind Sie an einem Unfall beteiligt, dann bleiben Sie am Unfallort und verständigen Sie Polizei oder Rettungsdienst. Sichern Sie die Unfallstelle mit Warndreieck und Warnblinklicht ab. Denken Sie daran, Ihre Warnweste griffbereit im Fahrzeug aufzubewahren, damit Sie sich die Weste schnell überstreifen können, wenn Sie ihr Auto verlassen. Ein versteckter Aufbewahrungsort oder der Kofferraum sind dabei nicht die beste Wahl.

Anschließend kümmern Sie sich, wenn nötig, um verletzte Personen. Oft reicht die bloße Anwesenheit oder eine Betreuung von Unfallopfern aus, damit sich Verletzte nicht hilflos oder allein fühlen.

Wenn Sie bleiben, setzen Sie sich zudem nicht dem Verdacht des unerlaubten Entfernens vom Unfallort aus.

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