Pfefferspray gegen Hund und Herrchen - Seniorin geht vor Detmolder Landgericht in Berufung

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Die Seniorin lehnte das Urteil ab und ging in Berufung. - © Pixabay
Die Seniorin lehnte das Urteil ab und ging in Berufung. (© Pixabay)

Detmold. Mit Pfefferspray soll eine 64-Jährige nicht nur einen Hund, sondern auch den Besitzer attackiert haben. Dafür verurteilte sie das Amtsgericht zu einer Geldstrafe, was die Bad Pyrmonterin allerdings nicht akzeptierte. Am Donnerstag, 22. Oktober, ab 9 Uhr beschäftigt sich nun das Landgericht Detmold mit dem Fall.

Die 64-Jährige muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten. Sie soll im April 2019 am Burgsteig in Schieder-Schwalenberg der Golden-Retriever-Hündin „Mia" Pfefferspray in die Augen gesprüht haben. „Mia" sei nicht angeleint, aber vollkommen friedlich gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung des Gerichtes. Ihr Herrchen sei bei ihr gewesen.

Die Ladung Pfefferspray bekam der Hündin schlecht, sie habe jaulend versucht, sich mit den Pfoten über Augen, Kopf und Nase zu reiben. Damit nicht genug: Die 64-Jährige soll im Weiterlaufen dann auch Pfefferspray in Richtung des Hundehalters gesprüht haben. Dessen Augen begannen zu tränen.

Das Amtsgericht Blomberg hatte die Frau im Dezember 2019 wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40 Euro verurteilt. Der Verteidiger hatte einen Freispruch gefordert. Außerdem sollte die Frau an den Hundehalter 300 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die Angeklagte hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Diese ist nun Gegenstand der Verhandlung vor der Strafkammer.

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