Falsche Polizisten landen vor Detmolder Landgericht

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Zwei Niederländer gaben sich als Polizisten aus. - © Friso Gentsch
Zwei Niederländer gaben sich als Polizisten aus. (© Friso Gentsch)

Detmold. Zwei Trickdiebe sollen sich als Polizisten verkleidet und in dieser Tarnung mehrfach arglose Bürger ausgeraubt haben. Der angerichtete Schaden beträgt rund 80.000 Euro. Dafür müssen sich die Täter – beide niederländische Staatsbürger – nun vor dem Landgericht Detmold verantworten.

Den Angeklagten wird unter anderem besonders schwerer Diebstahl sowie Amtsanmaßung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft legt ihnen zur Last, sie hätten sich als Polizeibeamte verkleidet und mit gefälschten Dienstausweisen sowie Durchsuchungsbeschlüssen Zutritt zu den Wohnungen der Geschädigten verschafft. Einer der Angeklagten, so die Staatsanwaltschaft, habe die von der Situation überforderten Opfer in ein Gespräch verwickelt, während der Mittäter die Wohnung nach Wertgegenständen und Geld durchsucht habe.

Dem einen werden fünf, dem anderen sechs Taten vorgeworfen. Diese sollen sie von Oktober 2017 bis zu ihrer Verhaftung am 28. Mai dieses Jahres in Lemgo, Bad Salzuflen, Drolshagen, Steinhagen, Marl und Wuppertal begangen haben. Seit ihrer Festnahme in Lemgo befinden sich die beiden Angeklagten in Untersuchungshaft.

Die Hauptverhandlung beginnt am Dienstag, 24. November, um 9 Uhr vor dem Landgericht Detmold.

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