Ab Samstag wieder: Shoppen nach Termin

Martin Hostert

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Betreten nur mit vorheriger Terminvergabe. „Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick. Wir holen Sie ab".Vom kommenden Samstag an dürfen wieder erste Kunden per Termin in Ladengeschäften einkaufen. - © Kira Hofmann/dpa
Betreten nur mit vorheriger Terminvergabe. „Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick. Wir holen Sie ab".Vom kommenden Samstag an dürfen wieder erste Kunden per Termin in Ladengeschäften einkaufen. (© Kira Hofmann/dpa)

Kreis Lippe. Der Inzidenzwert des Kreises Lippe liegt seit fünf Werktagen in Folge unter dem Wert von 150. Vom Samstag an ist das sogenannte „Terminshopping" auch in den nicht-priorisierten Geschäften (Apotheken, Supermärkte, Gartencenter etc.) wieder möglich. Kai Buhrke, Geschäftsführer des Handelsverbandes, sieht „Licht am Horizont", die Geschäftsleute freuten sich, „in dieser insgesamt schwierigen Situation" wieder persönlich für die Kunden da sein zu können.

Das Land hat die Allgemeinverfügung am Donnerstag veröffentlicht. Die Rahmenbedingungen der bundeseinheitlichen Corona-Notbremse sehen nun vor, dass der Einkauf mit Terminbuchung für maximal eine Kundin oder einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche möglich ist. Kunden müssen ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorzeigen. „Diese Testpflicht entfällt für immunisierte Personen – durch eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung", erklärt der Kreis.

Geimpft, genesen oder negatives Testergebnis?

Es muss also an den Ladentüren kontrolliert werden, wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist. Buhrke verspricht pragmatische Lösungen, das alles sauber liefe, läge ja auch im Interesse der Kunden: „Die wollen ja keinen anstecken." Die Impfung kann durch Vorlage des Impfpasses nachgewiesen werden. Genesene müssen den Laborbefund mitbringen. Alle Kunden müssen in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske oder eine Atemschutzmaske tragen und Mindestabstände einhalten.

Weitere Maßnahmen im Kreisgebiet werden nicht aufgehoben. Hier gilt die Regel: Der Inzidenzwert muss an fünf aufeinander folgenden Tagen unter den Schwellenwerten 100 liegen, bevor das Land Nordrhein-Westfalen die Aufhebung der Maßnahmen festlegt.

Weiteren Informationen hat der Kreis Lippe unter www.kreis-lippe.de/corona.de veröffentlicht.

Datenpanne weckt falsche Hoffnungen

Der Kreis konnte gestern aufgrund technischer Probleme keine aktuellen Zahlen an das Land Nordrhein-Westfalen übermitteln – dementsprechend lag der vom Land ans Robert-Koch-Institut gemeldete Inzidenzwert für Lippe bei unter 100, wonach mehr erlaubt gewesen wäre.

Tatsächlich betrug er, wie auch auf LZ.de gemeldet, 127. Dieser Widerspruch zur Seite des RKI war einigen LZ-Lesern aufgefallen und sorgt auch bei Einzelhändlern und Gastronomen für Irritationen.

Information

Korrektur

In einer früheren Version des Artikels hieß es, auch Gastro-Öffnungen seien ab einer Kreis-Inzidenz möglich. Das ist so pauschal nicht richtig. Gesundheitsminister Karl Laumann hatte am Mittwoch in einer Pressekonferenz zunächst irrtümlich kommuniziert, dass landesweit der Schwellenwert 100 für die Gastronomie gelte. Er hat sich im Nachgang korrigiert. Es gelte zur Zeit der Wert von 50. 

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