Arbeitslosenzahl in Lippe nur noch vierstellig

Meike Groppe

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Ein Schild weist den Weg zu einer Zweigstelle der Agentur für Arbeit. - © Jan Woitas/zb/dpa
Ein Schild weist den Weg zu einer Zweigstelle der Agentur für Arbeit. (© Jan Woitas/zb/dpa)

Kreis Lippe. Mit einem Tief verbindet man gemeinhin nichts Gutes, aber wenn die Arbeitsagentur dies mit den Arbeitslosenzahlen verknüpft, dann ist das die Ausnahme. „Weder in der Erholungsphase nach der Finanzkrise Ende der 2010er Jahre, noch vor der Pandemie gab es jemals weniger als 10.000 Arbeitslose in Lippe. Das ist die wirklich gute Nachricht des Monats. Dennoch sind 9774 Arbeitslose immer noch 9774 zu viel", stellt Barbara Schäfer, Leiterin der Agentur für Arbeit Detmold, fest.

Die Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt sei weiterhin der steigende Bedarf an Fachkräften und die passgenaue Vermittlung von Bewerbern in die Unternehmen. Eine Lösung liege „in vermehrter, zielgerichteter Qualifizierung von Arbeitsuchenden und Beschäftigten", heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Vergleich zum Vormonat sind 579 Personen weniger arbeitslos, sieht man auf das Vorjahr sinkt die Zahl um 2462 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt im September 5,3 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent).Auch bei den Langzeitarbeitslosen und Hilfeempfängern gibt es positive Entwicklungen. Fast 2500 Menschen weniger als im Vorjahr sind auf diese Hilfe angewiesen. Insgesamt sind es 6858 Personen und damit 70,2 Prozent aller Arbeitslosen, die Grundsicherung bekommen.

Die Zahl der Stellen nimmt zu. Unternehmen aus dem Kreis haben laut Arbeitsagentur in diesem Monat 838 Stellen gemeldet (plus 183 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 3329 offene Stellen, 276 mehr als im Vormonat und 1135 mehr als im Vorjahresmonat.

Ein Blick über die Grenzen: Die niedrigste Arbeitslosenquote in der Region findet sich im Agenturbezirk Paderborn (4,5 Prozent), gefolgt von den Bezirken Herford (5,0 Prozent), Detmold (5,3 Prozent) und Bielefeld (5,9 Prozent). Insgesamt hat Ostwestfalen-Lippe eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent (Vormonat 5,5 Prozent, Vorjahr 6,2 Prozent).

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