Arbeitskräftemangel in Lippe verschärft sich

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Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Trotz zahlreicher Krisen sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Lippe. Für Firmen wird es aber immer schwieriger, Personal zu finden. - © Symbolfoto: Pixabay
Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Trotz zahlreicher Krisen sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Lippe. Für Firmen wird es aber immer schwieriger, Personal zu finden. (© Symbolfoto: Pixabay)

Kreis Lippe. Trotz Corona: Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Lippe ist im Mai erneut gesunken - um 202. Die positive Entwicklung setze sich demnach fort, resümiert die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung.

Aktuell sind 8873 Menschen im Kreis Lippe arbeitslos gemeldet, 2098 weniger als im Mai 2021. Überdies ist die Nachfrage nach Arbeitskräften sehr groß. 498 offene Stellen sind im Mai hinzugekommen, insgesamt sind 3440 offene Stellen gemeldet.

„Die Corona-Krise und ihre Folgen scheinen keine maßgeblichen Faktoren mehr für die Entwicklungen am hiesigen Arbeitsmarkt zu sein“, wird Heinz Thiele, Leiter der Detmolder Agentur für Arbeit, in der Mitteilung zitiert. Unklar sei, wie sich die Folgen der wirtschaftlichen Sanktionen in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sowie Material- beziehungsweise Lieferengpässe auf den Arbeitsmarkt auswirkten werden, der sich aktuell sehr stabil zeige. Die Kurzarbeit bleibe ein stabilisierender Faktor, wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in der Hochphase der Coronavirus-Pandemie.

Herausforderung: Fachkräftebedarf

Thiele weist darauf hin, dass die größten Herausforderungen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der nächsten Jahre aber die demografische Entwicklung und der damit verbundene Fachkräftebedarf sowie der Strukturwandel seien. "Aus diesem Grund sind Ausbildung und Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten das Gebot der Stunde.“

Die Arbeitslosenquote beträgt im Mai 4,8 Prozent. Vor einem Jahr waren es 5,9 Prozent. Im lippischen Vergleich ist die Arbeitslosenquote im Bereich der Geschäftsstelle Lemgo der Arbeitsagentur mit 3,7 Prozent am niedrigsten. Es folgen die Geschäftsstellen Blomberg (4,0 Prozent), Bad Salzuflen (5,1 Prozent) und Detmold (5,4 Prozent).

Der positive Trend lässt sich auch bei jungen Leuten und bei Langzeitarbeitslosen beobachten: 832 Arbeitslose waren im Mai im Kreis Lippe jünger als 25 Jahre. Im Vormonat waren dies noch 49 mehr. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank: 4309 Menschen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Verglichen mit dem Vormonat sind das 41 Langzeitarbeitslose, im Vergleich zum Vorjahr 952 weniger.

Im regionalen Vergleich liegt Lippe auf dem dritten Platz nach Paderborn und Herford und vor Bielefeld.

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