Müllabfuhr streikt: In Lippe bleiben ab heute wieder die Tonnen stehen

Kirsten Fuhrmann

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Die Mülltonnen, wie hier der Biomüll in Lemgo, bleiben voraussichtlich ungeleert an den Straßen stehen. - © Nadine Uphoff
Die Mülltonnen, wie hier der Biomüll in Lemgo, bleiben voraussichtlich ungeleert an den Straßen stehen. (© Nadine Uphoff)

Kreis Lippe. Die Liperinnen und Lipper dürften sich wundern, dass ihre Mülltonnen voll an der Straße stehen bleiben: Es wird wieder gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Mitarbeiter vom Entsorgungsunternehmen Prezero ab Donnerstag auf, die Arbeit ruhen zu lassen - dieses Mal über mehrere Tage. In Dörentrup wird der Restmüll trotzdem abgefahren.

Bis Samstag wollen die Mitarbeiter streiken. "Bis dahin fallen  im Kreis Lippe voraussichtlich alle geplanten Sammeltouren aus", teilt Prezero mit. Eine Ausnahme gibt es allerdings in Dörentrup: Hier wird am Donnerstag die Restmülltonne geleert, die vergangene Woche beim ersten Warnstreik stehengeblieben ist. Prezero wolle sich eng mit den Verantwortlichen der Verwaltung über das weitere Vorgehen abstimmen und die Haushalte im Kreisgebiet dazu rechtzeitig informieren. Die gelben Tonnen und die Müllabfuhr in Detmold sind indes nicht vom Warnstreik betroffen.

Mitarbeiter fordern mehr Geld

Hintergrund für den Streik sind nach wie vor die Verhandlungen zu Lohnerhöhungen der Mitarbeiter. Noch immer sei kein Ergebnis erzielt worden. „Die Verhandlungsoptionen sind ausgeschöpft. Wir wollen vor der nächsten Verhandlungsrunde Druck machen", so Gerd Walter, Verhandlungsführer von der Gewerkschaft Verdi.

Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Gehalts um 7 Prozent, mindestens aber um 175 Euro. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen um bis zu 100 Euro steigen. Prezero ist nach eigenen Angaben bereit, die Gespräche fortzusetzen.

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