Jeder zwölfte lippische Grundschüler trägt eine Brille

Karin Laqua

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Jedes zwölfte lippische Grundschulkind im Alter von sechs bis zehn Jahren trägt laut AOK bereits eine Brille. - © AOK/hfr
Jedes zwölfte lippische Grundschulkind im Alter von sechs bis zehn Jahren trägt laut AOK bereits eine Brille. (© AOK/hfr)

Kreis Lippe. Gutes Sehen ist laut Krankenkasse AOK für Schulanfänger unerlässlich, um den Schulweg sicher bewältigen und dem Unterricht folgen zu können. "Zum Schulstart werden Ranzen und Utensilien für den Unterricht besorgt, die Schultüte vorbereitet, aber an gutes Sehen wird meist nicht gedacht. Wenn die Kinder und insbesondere die Erstklässler Bilder oder Buchstaben nur schlecht erkennen, sollten Eltern mit ihrem Kind unbedingt einen Augenarzt aufsuchen", rät AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Denn bleiben Sehprobleme unentdeckt, mache sich das laut AOK nicht nur bei den Schulnoten bemerkbar, sondern die kindliche Entwicklung könne erheblich gehemmt werden.

Jedes zwölfte Grundschulkind im Kreis Lippe im Alter von sechs bis zehn Jahren (8,2 Prozent) trage bereits eine Brille. Das belege eine aktuelle Auswertung der AOK Nord-West. Bei Kindergartenkindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren bekamen den weiteren Angaben der AOK zufolge im vergangenen Jahr bereits 5,1 Prozent eine Brille verordnet.

Anzeichen erkennen und ernst nehmen

Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern können nach Angaben der AOK Klagen über Kopfschmerzen oder Augenbrennen sowie vermehrtes Zwinkern oder Blinzeln sein. "Auch Kinder, die sich ständig die Augen reiben, ihren Kopf schief halten, einen geringen Abstand zu Buch, Bildschirm oder Fernsehen halten, können eine Sehschwäche haben", so die AOK. Weitere Warnhinweise: häufiges Stolpern, generelle Balancestörungen oder zunehmende Schwierigkeiten bei Dämmerung. Hornhauttrübungen und grau-weißliche Pupillen können ebenfalls auf eine Sehschwäche hinweisen. Ein erhöhtes Risiko für eine Fehlsichtigkeit liegt laut AOK zum Beispiel vor bei Frühgeburten, bei Kindern mit Entwicklungsrückstand oder bei Geschwistern beziehungsweise bei Kindern von Menschen, die selbst Augenprobleme haben, wie Schielen oder erbliche Augenerkrankungen.

Sehsinn untersuchen lassen

"Im Rahmen der gesetzlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt steht vor dem Schulbeginn der Sehsinn des Kindes im Fokus. Es finden vom dritten Lebenstag bis kurz vor Schulbeginn verschiedene Untersuchungen statt. Diese Untersuchungen zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten", so die AOK abschließend.

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