Der TWV erkundet bei seiner Wanderreise das westliche Thüringen

LZ und Wolf-Stephan Scherzer

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Bei ihrer Wanderwoche haben die Teilnehmer in Thüringen eine Menge erlebt und gesehen. - © Harald Herbert Pilzer
Bei ihrer Wanderwoche haben die Teilnehmer in Thüringen eine Menge erlebt und gesehen. (© Harald Herbert Pilzer)

Kreis Lippe. Der Teutoburger-Wald-Verein Lippe-Detmold (TWV) hat nach zweijähriger Pause wieder eine Wanderreise unternommen. Das Ziel war das westliche Thüringen, das von Bad Tabarz aus erkundet wurde.

Wie TWV-Pressewart Harald Herbert Pilzer in einer Mitteilung schreibt, gilt Thüringen als das grüne Herz in der Mitte Deutschlands und überzeugt durch seine Vielfalt. Der Thüringer Wald verfügt über das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Mit seinem vielseitigen Netz von Wanderwegen ist der Rennsteig der wohl bekannteste Höhenweg in Deutschland mit einer beeindruckenden Länge von 168 Kilometern. Prachtvolle Schlösser, historisch bedeutende Burgen wie die Wartburg und international bekannte Städte wie Eisenach, Gotha, Weimar, Erfurt und Jena sind mit den Namen von Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller eng verbunden.

Zahlreiche Wanderziele angesteuert

Solchermaßen aus der Reisebeschreibung eingestimmt versprach die Fahrt unter der bewährten Reiseleitung von Annegret und Georg Jenkner, die auch die Programmplanung besorgt hatten, ein Erfolg zu werden. Und sie wurde es. Bereits die Anreise über das häufig zugunsten Eisenachs, Erfurts oder Weimars zu Unrecht übersehene Gotha stellte eine gelungene Einstimmung auf den kulturellen Reichtum Thüringens dar. Von Bad Tabarz aus, wo die 45-köpfige Reisegruppe im „Hotel am Burgholz“ logierte, wurden zahlreiche Wanderziele angesteuert wie der Große Inselsberg, die Schwarza mit dem Eberstein bei Blankenburg, die Talsperre bei Tambach-Dietharz oder die Wartburg mit Aufstiegen, die entweder durch die Landgrabenschlucht oder die Drachenschlucht führten und großartige Ausblicke auf Burg und Landschaft boten.

„Kulturtag“ in Eisenach

Den traditionellen „Kulturtag“ verbrachte die Reisegruppe am einzigen durchgängigen Regentag in Eisenach mit einem Besuch des Bachhauses, einer Stadtführung und der Besichtigung der „Automobile Welt Eisenach“, die mit zahlreichen Exponaten an den traditionsreichen Produktionsstandort der Marken EMW, Wartburg und Opel erinnert. Mindestens ebenso sehenswert waren die Feengrotten bei Saalfeld, einem ehemaligen Alaunschieferbergwerk mit farbenfrohen Tropfsteinhöhlen.

Auf Luthers Spuren

Den Abschluss der bewegungsreichen Woche bildete die Wanderung nach Schmalkalden auf „Luthers Spuren“, der diese Strecke so oder ähnlich 1537 zurückgelegt hatte. Schmalkalden besticht neben seiner historischen Bedeutung auch mit einer sehenswerten intakten Altstadt und einem imposanten Renaissance-Schloss, der Wilhelmsburg.

Bratwurst darf nicht fehlen

Selbstverständlich durfte auf vielen Touren die bekannte und geschützte Thüringer Bratwurst nicht fehlen, wie überhaupt Thüringen vielen Geschmäckern und so auch der Wandergruppe ausreichend Schmackhaftes in flüssiger und fester Form bot. Das Fazit der Reisegruppe fiel daher auch einhellig aus: Thüringen? Gerne wieder! Zum Wandern, zur Erholung und zum Genießen!

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