"LE" und "DT" endgültig vom Tisch

Kreistag beendet Debatte mit großer Mehhheit

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Kreis Lippe (mah). Ade, LE, Ade DT: Anträge der Räte aus Lemgo und Detmold, der Kreis möge die beiden Kennzeichen wieder zulassen, haben im Kreistag am Montag keine Chance gehabt. Quer durch die Fraktionen hatten nur acht der 59 anwesenden Abgeordneten nichts dagegen. Vieren war es egal, 700 Unterschriften aus Lemgo zum Trotz.

So heißt es also weiterhin "LIP ist hip". Auch in Zukunft werden sich Lipper in ungezählter Zahl fern der Heimat ob ihres Nummenschildes als Lippstädter einordnen lassen müssen. Zu denen, denen dies offensichtlich regelmäßig widerfährt, gehört Gerda Schüte. Die Lemgoerin mahnte nichts geringeres als "politische Toleranz" an. LE müsse ein Comeback feiern dürfen. Berndt Wobig (Linke, Lemgo) wunderte sich über die "Kleinlichkeit des hohen Hauses". Den Bürgern sollte die Wahl bleiben: "Was soll der ganze Käse?" Dr. Bernd Groeger (SPD, Lemgo) rückte die Diskussion ins rechte Licht: "Die Welt geht nicht unter. Lassen wir LE  zu."

Als eifriger LIP-Fan entpuppte sich Dieter Mesch (CDU, Holzhausen-Externsteine): "Lippe ist unsere Tourismus-Marke. Wir sollten uns nicht auseinanderdividieren lassen." Rudolf Hüls (FDP, Lage) erinnerte staatsmännisch an die Italiener, die Ortskennzeichen aufgegeben haben. "Da stand W für ,Wenezia‘, das wollten die nicht mehr", sagte er augenzwinkernd. "LIP steht uns gut zu Gesicht. Lemgo ist nicht das Maß aller Dinge." Schließlich gebe es ja auch noch Lage, erinnerte er.

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