In Dörentrup entsteht ein Innovationszentrum rund um Photovoltaik & Co.

Volle Kraft für die Energie der Zukunft

Von Martin Hostert

Innovationszentrum für Photovoltaik & Co. - © Lippe
Innovationszentrum für Photovoltaik & Co. (© Lippe)

Dörentrup-Wendlinghausen. In Wendlinghausen wird das "Innovationszentrum Erneuerbare Energien" entstehen. Am Donnerstag haben Joachim und Elisabeth von Reden, die Investoren sowie Landrat und Bürgermeister symbolisch erstmals zum Spaten gegriffen.

Die Investoren Birgit und Volker Steinbach (Detmold) planen in drei Stufen einen Gebäudekomplex, der Unternehmen, Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen beherbergen wird. Zehn Firmen aus dem Bereich Erneuerbare Energie und Elektromobilität, zumeist aus Lippe, haben laut Steinbach Interesse bekundet und werden Arbeitsplätze nach Dörentrup bringen. Hinter dem etwas sperrigen Namen "Innovationszentrum für Erneuerbare Energie und Elektromobilität im Ländlichen Raum im Energiedorf Dörentrup" verbirgt sich mithin ein Zwei-Millionen-Euro-Projekt, in das Kommune und Kreis allerlei Hoffnungen für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Region setzen.

Kämmerer Frank Schäfer, Wirtschaftsförderer Günter Weigel, Jürgen Kohlhagen (Leiter "Planen und Bauen", alle vom Kreis Lippe), Architekt Klaus Sander, Landrat Friedel Heuwinkel, die Investoren Volker und Birgit Steinbach, Schlossherr Joachim von Reden und seine Frau Elisabeth, Bürgermeister Friedrich Ehlert und Wirtschaftsförderer Dr. Klaus Schafmeister (Kreis Lippe). - © Foto: Preuss
Kämmerer Frank Schäfer, Wirtschaftsförderer Günter Weigel, Jürgen Kohlhagen (Leiter "Planen und Bauen", alle vom Kreis Lippe), Architekt Klaus Sander, Landrat Friedel Heuwinkel, die Investoren Volker und Birgit Steinbach, Schlossherr Joachim von Reden und seine Frau Elisabeth, Bürgermeister Friedrich Ehlert und Wirtschaftsförderer Dr. Klaus Schafmeister (Kreis Lippe). (© Foto: Preuss)

Das Konzept habe sich im Industriepark Belle nicht realisieren lassen, sagte Volker Steinbach. Er verwies auf Erfahrungen und vorhandene Infrastruktur (Solarpark, Biogas) in Wendlinghausen und bedankte sich für die gute Kooperation mit der Gemeinde Dörentrup. Bürgermeister Friedrich Ehlert: "Wie haben gern über alle Parteigrenzen hinweg grünes Licht gegeben, Das Innovationszentrum ist nirgendwo besser aufgehoben."

Im Herbst 2014 soll der erste Bauabschnitt fertig sein. Der Kreis wird nach Angaben von Landrat Friedel Heuwinkel Räume anmieten, um "Wirtschaftsförderung für den ländlichen Raum vor Ort gestalten zu können." Förderprojekte über das Land, das Bundesumweltministerium und die EU seien akquiriert worden, "die sich optimal hier etablieren lassen".

Mittelfristig sollen neben Bürogebäuden auch Wohn- und Ferienhäuser als "Positiv-Energie-Häuser" entstehen. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe plant, Forschungs- und Anwendungsfragen direkt vor Ort in der Praxis zu analysieren. Diese Kooperation sei gesichert, sagte Heuwinkel.

Die beiden Kreis-Wirtschaftsförderer sind optimistisch und stolz: "Das Innovationszentrum ermöglicht Grundlagen für vielfältige weitere Anstrengungen in diesem Bereich", sagte Dr. Klaus Schafmeister. Und Günter Weigel war sicher: "Bundes- und Landeseinrichtungen werden das Innovationszentrum nutzen." Auch die benachbarte Burg Sternberg sei sicherlich touristisch einzubeziehen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.