Tief "Eugen" bringt Sturmböen nach Lippe

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Lose Äste können durch Sturmböen abbrechen und die Straßen blockieren.  - © Archivfoto: Vera Gerstendorf-Welle
Lose Äste können durch Sturmböen abbrechen und die Straßen blockieren.  (© Archivfoto: Vera Gerstendorf-Welle)

Düsseldorf/Kreis Lippe. Sturmtief „Eugen" pustet auch Lippe durch. Äste sind abgebrochen, Bäume sind umgefallen, die Eurobahn ist zeitweise nicht gefahren. Im Großen und Ganzen sei am Dienstag aber alles „im Rahmen gewesen", wie es von der Leitstelle der Feuerwehr heißt. Nur vereinzelt sind die Wehren im Kreisgebiet zu kleineren Einsätzen ausgerückt - insgesamt 25 Mal.

An Fahrt aufgenommen hat der Wind offenbar am Nachmittag, denn um 15.15 Uhr gingen die ersten Meldungen ein, dass Bäume umgefallen sind. „Insgesamt sind 22 Bäume in Lippe umgestürzt", sagt Frank Hellkamp von der Feuerwehr-Leitstelle.
Am stärksten seien Detmold und Extertal von dem Sturmtief betroffen gewesen. Zeitweise musste auch die Rote Kuhle in Barntrup-Selbeck am Dienstagnachmittag gesperrt werden, weil Bäume drohten, umzukippen. Außer Betrieb war zwischenzeitlich auch die Bahnstrecke zwischen Bielefeld und Ehlentrup. Die Eurobahn konnte dort wegen Sturmschäden mehrere Stunden nicht fahren, viele Pendler mussten warten.

Zug Nr. 90245 Bielefeld Hbf (ab 16:15) > Lemgo-Lüttfeld (an 16:56) entfällt von Bielefeld Hbf (Abfahrt 16:15) bis Lage (Lippe) (Ankunft 16:44). Zug startet in Lage (Lippe).

Zug Nr. 90248 Lemgo-Lüttfeld (ab 17:04) > Bielefeld Hbf (an 17:45) entfällt von Lage (Lippe) (Abfahrt 17:17) bis Bielefeld Hbf (Ankunft 17:45). Zug endet in Lage (Lippe).

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Glücklicherweise habe es aber keine Verletzten oder größere Einsätze im Kreis Lippe gegeben. „Es war relativ ruhig", bilanziert Frank Hellkamp. Der Deutsche Wetterdienst hat auch für heute eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Gewarnt wird zwischen 8 und 19 Uhr vor Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

In Nordrhein-Westfalen kam es im Regionalverkehr zu Behinderungen im Bahnverkehr. Der Fernverkehr lief aber zunächst störungsfrei. In Herzogenrath stürzte in der Nacht wohl aufgrund des starken Windes die Giebelwand eines im Rohbau befindlichen Hauses um. In der Landeshauptstadt Düsseldorf gab es nach Angaben der Feuerwehr bis zum Morgen sieben sturmbedingte Einsätze. Unter anderem stürzte ein Teil einer 20 Meter hohen Birke auf das Dach einer Garage. Verletzte gab es zunächst nicht.

In Erfurt haben die Organisatoren der Bundesgartenschau die Ausstellungsflächen wegen des Sturmtiefs geschlossen. Am Mittwoch sollen die Areale im Egapark und auf dem Petersberg wieder regulär um 9 Uhr öffnen, wie es hieß.

Einzelne orkanartige Böen möglich

Tief "Eugen" sorgt für stürmisches und kühles Wetter. Bereits am Morgen erwartete der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem im Westen Deutschlands und auf den Bergen kräftige Böen. Zum Abend hin könnten sie sich noch verstärken. Der Vorhersage zufolge sind an der Nordsee schwere Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde möglich. Auch einzelne orkanartige Böen sind nicht ausgeschlossen.

Für den Kreis Lippe spricht der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung der Stufe Orange aus, die zunächst bis 18 Uhr gilt. Regenschauer, örtliche Gewitter und Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 90 Stundenkilometer sind möglich.

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Besserung in Sicht

Sieht die Vorhersage zur Wochenmitte noch finster aus, sind die Aussichten fürs Wochenende schon deutlich besser. Mit bereits 18 Grad am Samstag und 21 Grad am Sonntag soll dann laut Vorhersage der Frühsommer langsam in die Region kommen.

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