Gesa Reuter stellt ihre Bilder aus

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Gesa Reuter mit Arbeiten ihrer aktuellen Reihe, die sie derzeit in den Räumen von Pro Familia in Detmold zeigt. - © Barbara Luetgebrune
Gesa Reuter mit Arbeiten ihrer aktuellen Reihe, die sie derzeit in den Räumen von Pro Familia in Detmold zeigt. (© Barbara Luetgebrune)

Detmold. Gemalt hat Gesa Reuter schon, seit sie denken kann. Aber jetzt macht die Detmolderin Ernst. Ab sofort will sie sich intensiver mit der Kunst beschäftigen. „Die Kunst als Art, mich auszudrücken, ist mir immer wichtiger geworden": So formuliert es Gesa Reuter selbst. In den Räumen von Pro Familia in Detmold zeigt sie aktuell eine Reihe von Arbeiten unter dem Titel „Blaue Welten": abstrahierte Landschaften in leuchtender, nordisch geprägter Farbigkeit. „Ich stamme aus Eutin. Vielleicht male ich mir darum das Meer hierher", sagt Gesa Reuter lachend.

Über viele Jahre hinweg hat die Psychologin Kurse in unterschiedlichen künstlerischen Genres und Stilistiken an der Schwalenberger Sommerakademie besucht. „Durch die Beschäftigung mit der Kunst habe ich dann irgendwann angefangen, exzessiv in Museen zu gehen", erzählt sie. Schwer beeindruckt sei sie etwa vom Oeuvre Mark Rothkos.

„Überhaupt: Die amerikanischen Expressionisten finde ich alle toll." Besonders prägend für ihre eigene Arbeit sei schließlich die Begegnung mit Helga Ntephe, Dozentin an der Schwalenberger Sommerakademie, gewesen. Diese habe sie auch dazu ermutigt, mehr aus ihrer Kunst zu machen.

Ihre Motive findet Gesa Reuter überwiegend in der Natur, im Wetter und den Gezeiten. Wichtig ist ihr dabei jedoch, nicht einfach eine Landschaft 1:1 abzubilden. Vielmehr seien ihre Bilder wie Erinnerungen an gesehene Landschaften, in die jeweils Elemente unterschiedlicher Szenerien einflössen, sagt die Detmolderin. „Ganz wichtig ist mir dabei der Übergang zwischen konkret und abstrakt, dieser Grenzbereich."

An der „Blaue Welten"-Reihe arbeitet Gesa Reuter nach wie vor. „Außerdem experimentiere ich gerade mit Tinte und Gouache", berichtet sie. Aquarell, Arbeiten mit Wachs – ungern lässt sich die Detmolderin auf ein bestimmtes Genre festlegen. „Gerade der Wechsel gefällt mir aktuell gut", sagt sie. Überlegt kurz und ergänzt: „Auch die Fotografie könnte noch mal Thema werden."

Ein Ziel für die nahe Zukunft: mehr zeichnerische Elemente einfließen zu lassen. Und die Grenze zwischen konkret und abstrakt will sie weiter ausloten. „Könnte sein, dass ich stärker ins Abstrakte gehe." Sicher ist Gesa Reuter in einem Punkt: „Menschen werden in meinen Arbeiten nicht auftauchen." Die „Blauen Welten" sind bis Ostern bei Pro Familia, Lange Straße 79, zu sehen. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, montags bis mittwochs auch von 15 bis 18 Uhr.

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