50 Künstler stellen an der Blomberger Kunstmauer aus

Eva Morenz

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Organisatorinnen: Elke Nolte, Heidrun Glock, Sabine Kühne und Karin Siesenop (von links) planen gemeinsam die Kunstmauer und stellen unter anderem den Kontakt zwischen den Ausstellern und örtlichen Geschäftsinhabern her. - © brink-medien
Organisatorinnen: Elke Nolte, Heidrun Glock, Sabine Kühne und Karin Siesenop (von links) planen gemeinsam die Kunstmauer und stellen unter anderem den Kontakt zwischen den Ausstellern und örtlichen Geschäftsinhabern her. (© brink-medien)

Blomberg. „Es ist einfach klasse, wie sich die Kunstmauer entwickelt hat", sagt der Künstler Wolfgang Rose, der die außergewöhnliche Veranstaltung vor 16 Jahren ins Leben gerufen hat. Damals nahmen gerade mal sechs Künstler an der Freilichtausstellung teil. „Die Beteiligung ist enorm gewachsen und das Organisationsteam von Blomberg Marketing macht das wirklich hervorragend", zeigt sich Rose von der Entwicklung beeindruckt.

Denn nachdem der Maler aus Zeitgründen das Projekt abgeben musste, fand sich mit dem Marketingverein ein Nachfolger. Dieser gründete daraufhin ein Organisationsteam – die Kunstmauer-AG. Heute kümmern sich Elke Nolte, Heidrun Glock, Sabine Kühne und Karin Siesenop für den reibungslosen Ablauf der Open-Air-Veranstaltung. Rose selber nimmt seitdem jedes Jahr als Künstler teil.

Bei der inzwischen 17. Auflage der Kunstmauer am Sonntag, 5. August stellen rund 50 Künstler ihre Werke entlang des Weinbergs, im Schweigegarten, im Martiniturm und in der Klosterkirche aus. „Teilweise kommen die Aussteller aus einem Umkreis von 50 Kilometern, um ihre Kunstwerke in dieser besonderen Atmosphäre zu präsentieren", erzählt Karin Siesenop. Die Ausstellung im Freien ist in der Region einzigartig. „Wir verschicken jedes Jahr Einladungen an Künstler, und für einige gehört die Kunstmauer als Ausstellungsort fest dazu. Besonders erfreulich ist auch, dass es inzwischen Maler gibt, die sich bei uns melden und anfragen, ob sie auch mitwirken dürfen", so Siesenop.

„Der Verkauf eines Werkes ist möglich, es ist aber nicht das vorrangige Ziel", erklärt Sabine Kühne. Preisetiketten sind an den Exponaten demnach nicht angebracht. Die Künstler nutzten die tolle Atmosphäre, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Besucher bekommen jedes Jahr neue Bilder zu sehen, und der Standort der Künstler ist immer ein anderer als im Vorjahr. Sie suchen sich einfach irgendwo einen freien Platz.

Neben der Ausstellung kommen die Besucher in diesem Jahr wieder in den Genuss des Highland-Pipers, der mit seinem Dudelsack durch die Kernstadt geht und die Veranstaltung um 11 Uhr eröffnet. Außerdem präsentieren sich die „Shademakers" in ihren bunten und floralen Kostüm-Kreationen und garantieren einen weiteren Hingucker.

Seit einigen Tagen bekommen Besucher der Nelkenstadt schon einen ersten Vorgeschmack auf das, was sie am 5. August an der Stadtmauer erwartet. Bilder der Künstler schmücken die Schaufenster von rund 20 Geschäften in der Innenstadt. Auch hier planen die Organisatorinnen mit, denn es gibt einiges zu beachten. „Die Bilder werden nicht wahllos aufgestellt. Ein großformatiges Gemälde braucht natürlich auch ein dementsprechend großes Schaufenster", sagt Sabine Kühne. Die Organisatorinnen sind die erste Anlaufstelle für Künstler und Geschäftsleute, vermitteln den Kontakt. Alles weitere besprechen diese dann selbst. Es sei auch vorgekommen, dass Kunden ihr Interesse an einem Bild bekundeten, berichtet Kühne.

Nun sind es noch etwa zwei Wochen, bis das Event in der Blomberger Innenstadt beginnt. „Wir freuen uns schon sehr auf die Künstler und das bunte Programm", betonen die Veranstalterinnen von der Kunstmauer-AG. Sie hoffen auf gutes Wetter und viele Besucher, die sich zwischen den Kunstwerken tummeln.

Die Entstehung

Die Idee zur Kunstmauer kam dem Maler Wolfgang Rose 2001. Damals ging er mit seinem Hund an der historischen Stadtmauer spazieren und fragte sich, wie sein Bild „Stonehenge" wohl an der Steinwand aussehen würde. Er holte das Werk, hielt es an die Mauer – die Idee der Open-Air-Ausstellung war geboren. 2003 lud der Maler sogar Künstler aus Wien und Frankreich in die Nelkenstadt ein, die ihre Werke an der Stadtmauer ausstellten. Zwei Jahre später brachte Rose die Idee der Kunstmauer sogar nach Wien, wo sie von 2005 bis 2007 stattfand.

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