Sommerbühne lockt mit arabischem Pop und argentinischem Swing

Barbara Luetgebrune

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Das Musiker-Kollektiv mit Basis in London bastelt seinen ganz eigenen Sound aus traditionellen Klängen des Nahen und Mittleren Ostens, der europäischen Balkan-Region und eigenen Kompositionen. - © Zoe Savitz
Das Musiker-Kollektiv mit Basis in London bastelt seinen ganz eigenen Sound aus traditionellen Klängen des Nahen und Mittleren Ostens, der europäischen Balkan-Region und eigenen Kompositionen. (© Zoe Savitz)

Detmold. Sie ist fester Bestandteil der warmen Jahreszeit in der Residenz und feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: die Detmolder Sommerbühne. Bereits zum 30. Mal geht das Open-Air-Festival auf dem Marktplatz über die Bühne. An den Wochenenden, 3. und 4. August sowie 10. und 11. August, bringen acht Bands und Künstler wieder eine geballte Ladung Weltmusik in die Detmolder Innenstadt. Natürlich gilt wie immer die Devise „Umsonst und Draußen".

Von Anfang an treu geblieben sind die Festival-Macher vom Kultur-Team der Stadt zudem ihrem Konzept, eine Mischung aus ganz verschiedenen Musikstilen auch außerhalb der oft ausgetretenen Pfade der kommerziellen Musikindustrie zu präsentieren. „Das ist das Markenzeichen der Detmolder Sommerbühne", stellt das Kultur-Team dem Festival voran. „So stehen nicht die großen Namen im Vordergrund, sondern die Musik im Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart." Und: Tanzbar sein sollen sie ebenfalls, die Sommerbühnen-Klänge.

Information
www.sommerbuehne.de

Los geht’s am Freitag, 3. August, mit Zenobia, einem Projekt, das arabische Pop-Melodien aus der Levante, quer durch Palästina bis hinunter nach Nordafrika mitelektronischen Beats verbindet und dazu syrische und arabische Dabke-Rhythmen mischt. Später am Abend sind The Turbans zu erleben. Das frei fluktuierende Musiker-Kollektiv mit Basis in London mixt traditionelle Klänge des Nahen und Mittleren Ostens und der europäischen Balkan-Regionen mit eigenen Stücken zu einem faszinierend neuen Sound.

Am Samstag, 4. August, übernimmt das Electric Ulmenwall  Kollektiv die Sommerbühne. Die Musiker vereinen Jazz und elektronische Musik. Inzwischen hat sich im Bunker Ulmenwall in Bielefeld eine Konzertreihe frei von Genregrenzen etabliert. „Lebendiger Techno, rein akustisch erzeugt auf Klavier, Kontrabass und Schlagzeug, ohne Computer oder Synthesizer. Von lyrisch bis minimal,von deep bis industriell": Das ist den Festival-Machern zufolge der Sound von LBT, die im Anschluss zu erleben sind.

Das zweite Sommerbühnen-Wochenende beginnt am Freitag, 10. August, mit der Band Sea + Air, die für eine Symbiose aus 70er-Jahre-Popmusik und den unterschiedlichsten Einflüssen griechischer Folklore stehen. Später betritt mit Sarah Ferri eine der – so das Kultur-Team – größten Newcomerinnen der belgischen Musikszene die Bühne. Ihre Songs klängen melancholisch und zeitlos – und hätten immer auch einen Hauch Nostalgie.

Der Sommerbühnenabend am Samstag,11. August, beginnt mit Jaune Toujours, ebenfalls aus Belgien. Die Veranstalter versprechen „eine explosive Mischung aus Sprachen, Stilen und Kulturen: Chanson, Rock, Dubelemente, Balkan, Brass und Gypsy, alles ist möglich". Und das Finale übernehmen Rosario Smowing aus Argentinien. Sie verbinden in ihrem „Swing Argentino" Elemente der unbedingt tanzbaren Musikstile der 40er, 50er und 60er Jahre: Swing, Ska, Jazz, Dixie und Rockabilly mit Mambo, Bolero und Tango, verpacken alles in ein modernes Gewand – „und bringen damit Ballsäle und Festivals zum Kochen", so das Kultur-Team.

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