Die Komödie "Sonny Boys" ist eine Hommage an das Showbusiness

Nadine Uphoff

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Landestheater - © Bernhard Preuss
Landestheater (© Bernhard Preuss)

Detmold. Es geht um die ganz große Freundschaft auf der Bühne. Am Freitag, 26. April, hat die sozialkritische Komödie „Sonny Boys" mit dem Schauspieler Heinrich Schafmeister in einer der Hauptrollen Premiere im Landestheater Detmold.

In dem Stück von Neil Simon geht es um das seit den 30ern erfolgreiche Komiker-Duo Willie Clark (gespielt von Heinrich Schafmeister) und Al Lewis (gespielt von Jürgen Roth). Zusammen sind sie die „Sonny Boys". Sie haben ihr Publikum jahrzehntelang mit einem Sketch begeistert, den mittlerweile wohl keiner mehr so lustig findet, meint Regisseurin Katja Wolff. Und die Künstler fanden sich eigentlich unausstehlich. Als Al plötzlich aus dem Showgeschäft aussteigt, bricht für Willie eine Welt zusammen.

Heinrich Schafmeister. - © Steffi Henn
Heinrich Schafmeister. (© Steffi Henn)

Bei Stückbeginn sind über zehn Jahre vergangen. Willie fristet seine Tage vor dem Fernseher, während Al zu seiner Tochter aufs Land gezogen ist. Als im TV eine Nostalgiesendung über die große Zeit des Varietés geplant ist, bringt Willies Neffe und Agent (gespielt von Hartmut Joans) die beiden wieder zusammen. Doch kaum sind die zwei nur eine Minute gemeinsam in einem Raum, gehen die alten Sticheleien auch schon los...

„Die Komödie ist eine Hommage an das Showgeschäft und durchaus vielschichtig", sagt Dramaturgin Lea Redlich. Regisseurin Katja Wolff beschreibt die Hauptcharaktere so: „Es ist wie in einer alten Ehe, wo gestritten wird, nur eben nicht mit Mann und Frau. Das finde ich gut." Und nur gemeinsam können sie funktionieren.

Thematisch geht es aber nicht nur um die besondere Beziehung der beiden Komiker, sondern auch um das Thema Altersarmut. Denn von dem einstigen Ruhm der Künstler ist nicht viel geblieben – ein Problem, das in den USA noch stärker ausgeprägt ist als hier. „Es ist uns ein großes Anliegen, das Thema Altersarmut unter Künstlern zu zeigen. Ich finde, eine Komödie muss sozialkritisch, aber trotzdem auch unterhaltsam und lustig sein", meint Wolff.

Auf der Bühne des Landestheaters werden die Proben zur Show zu sehen sein. „Für die Zuschauer wird es so sein, als ob sie die ganze Zeit Outtakes am Fließband sehen", erklärt Dramaturgin Redlich.

Zeitlich bewegt sich das Stück zwischen den Original-Sketchen in den 1930ern und der TV-Produktion am Ende der 70er und Anfang der 80er. Dementsprechend farben- und formenfroh geht es bei den Kostümen zu, verrät Kostümbildnerin Maren Steinebel.

Karten zwischen 16 und 32 Euro, ermäßigt ab 8 Euro, gibt es in allen LZ-Geschäftsstellen. Weitere Vorstellungen finden am 27. April, 19. Mai, 15. Juni und 3. Juli statt.

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