Klassengröße darf nicht unter 15 Kinder sinken

Einige Schulen setzen auf Hilfskonstruktion

Wolfgang Becker

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Lage (be). Insgesamt 358 Jungen und Mädchen sind für das nächste Schuljahr an den acht Lagenser Grundschulen angemeldet worden. Den überarbeiteten Schulentwicklungsplan stellte Fachbereichsleiter Klaus Landrock im Schulausschuss vor.

Laut Einwohnerstatistik hätten es 383 Kinder sein müssen, die im Sommer in das Schulleben starten. „Die Quote liegt bei 93 Prozent und damit im Durchschnitt. Das ist völlig normal“, sagte Landrock. Die Bunte Schule, Teilstandort Müssen, müssten den Unterlagen der Stadt nach 44 Kinder besuchen, tatsächlich angemeldet sind aber nur 26. Dagegen waren für Ehrentrup 59 prognostiziert, es kommen 67. Heiden sollte eigentlich einen Zuwachs von 30 i-Männchen erhalten, auf der Namensliste stehen lediglich 21.

Zu einer der August-Hermann-Francke-Schulen wechseln 32 Kinder, sechs ziehen mit ihren Eltern aus Lage fort, und an Grundschulen in Nachbarkommunen wechseln zehn. Auf der anderen Seite ist mit neun Zuzügen zu rechnen, sieben Kinder aus Nachbarkommunen werden ab dem Schuljahr 2015/2016 die hiesigen Grundschulen besuchen.

Landrock erinnerte daran, dass Eingangsklassen mindestens 15 Schüler haben müssen. In den folgenden Jahren liegt die Bunte Schule, Teilstandort Hörste, immer knapp darüber. „Wenn die 15 nicht erreicht werden, ist Feierabend, und zwar für immer,“ zitierte der Fachbereichsleiter aus einem Gespräch mit der Bezirksregierung, als es um Heiden ging. Auch, wenn sicher sei, dass in den kommenden Jahren die Schülerzahlen wieder ansteigen, müsse die Bildungseinrichtung in einem solchen Fall dauerhaft dicht gemacht werden, falls die Zahl 15 unterschritten werde.

Es gebe noch die Hilfskonstruktion mit jahrgangsübergreifendem Unterricht. „Ob das funktioniert, ist die Frage“, so Landrock. Innerhalb eines Schulverbundes sei es möglich, Schüler auszutauschen. Die Einführung von Schuleinzugsbereichen habe mit Blick auf Heiden nicht zu dem erwünschten Erfolg geführt.

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