Bürgertreff Waddenhausen setzt sichtbares Zeichen zur Ortsverschönerung

Neuer Mittelpunkt in Waddenhausen

Sandra Castrup

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Setzen ein Zeihen für den Dorfmittelpunkt: Walter Schröder, Wolfgang Ludwig, Olaf Hanke, Detlef Stock, Fritz Mahlmann sowie Gerhard Treseler (von links) beim Aufbau des Torbogens. FOTO: CASTRUP - © Sandra Castrup
Setzen ein Zeihen für den Dorfmittelpunkt: Walter Schröder, Wolfgang Ludwig, Olaf Hanke, Detlef Stock, Fritz Mahlmann sowie Gerhard Treseler (von links) beim Aufbau des Torbogens. FOTO: CASTRUP (© Sandra Castrup)

Lage-Waddenhausen. Waddenhausen soll einen Dorfmittelpunkt bekommen, darin sind sich zahlreiche Bewohner im Ort seit einiger Zeit einig. Jetzt wurde ein erstes sichtbares Zeichen gesetzt: Ein handgefertigter Torbogen am Eingangsbereich des Ehrenmals.

Hier kreuzen sich nicht nur die Wege zur Grundschule, zur Sporthalle sowie zum Kindergarte, hier kreuzen sich aus ausgewiesene Radrouten und beliebte Spazierpfade. Deshalb haben sich die Aktiven im Waddenhauser Bürgertreff e.V. die Ecke Altdorferstraße/Wienkampsweg am Kriegerdenkmal ausgesucht, um einen Platz zu gestalten, der nicht nur geografisch Dorfmittelpunkt ist.

„Das ist heute unsere erstes sichtbares Zeichen“, freute sich Vorstandsmitglied Olaf Hanke am Samstagmorgen bei der Torbogenaufstellung. Dieses Symbol ist eine Idee von Walter Schröder. Den ganzen Sommer über hat der 80-Jähriger an dem 2,50 Meter hohen und 3,50 Meter breiten Schmuckstück gearbeitet. „Die Schindeln habe ich aus alten Schubladen gebaut“, verrät der Rentner. Und auch das restliche Material sei gespendet worden. 1070 Vvatdenhuson, 1239 Wadenhusen, 1550 Waddenhausen, 2015 Dorfmitte steht eingefräst als historischer Werdegang auf dem Holzbogen, mittig prangt der Gemeindestempel, der 1960 vom Gemeinderat übernommen wurde und bis zur Eingemeindung in die Stadt Lage alle Akten zierte.

„Das Dorf Waddenhausen wird zu den Urgemeinden erzählt und geht auf die erste Zeit der germanischen Ansiedlungen zurück“, weiß Walter Schröder. „Voraussetzung zur Ansiedlung von Bauernhöfen war das Vorhandensein von Wasser“, weist er auf im Ort vorhandene Sol-Quellen mit ungebundener Kohlensäure hin, die mit Bad Salzuflen, Kalldorf sowie Bad Oeynhausen in Verbindung gebracht werden. Die Bezeichnung „Wad“ ist mit „Furt, seichte Stelle oder Sumpf“ zu übersetzen, glaubt Schröder an den Zusammenhang der Namensentstehung.

Andere Überlegungen gehen dahin, dass sich Ortschaften auch um Urhöfe entwickelt haben und solch ein Besitzer ein Wado Kf. Wadberg gewesen sein soll. „Wir haben jedenfalls nun die Zukunft im Auge“, bestätigten die zahlreichen Helfer beim Torbogenaufbau unisono. Auf der angrenzenden Fläche plane man den Aufbau von Bänken sowie eines überdachten Pavillons. Auch eine Boule-Bahn steht auf der Liste der Möglichkeiten.

„Es gibt noch viel zu tun und wir warten darauf, dass die Stadt Lage den zugesagten Fußgängerweg zur Kita ausbaut“, zeigt sich das Bürgertreff-Team voller Tatendrang.

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