Mehrheit der Bürger hält City-Center-Umgestaltung für notwendig

Wolfgang Becker

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Thema Citycenter: Gerd und Charlotte Arning im Gespräch mit LZ-Redakteur Wolfgang Becker. - © Bernhard Preuß
Thema Citycenter: Gerd und Charlotte Arning im Gespräch mit LZ-Redakteur Wolfgang Becker. (© Bernhard Preuß)

Lage. Die Lagenser wollen einen Neuanfang. Die Mehrheit der Bürger, die am Freitag der Mobilen Redaktion der Lippischen Landes-Zeitung ihre Meinung mitgeteilt hat, sprach sich für einen Abriss des alten „City-Centers“ aus.

Gleichzeitig hielten die meisten der Frauen und Männer, die am LZ-Stand vor dem Rathaus das Gespräch mit Redakteur Wolfgang Becker suchten, auch eine Erneuerung der Ecke Lange Straße/Bergstraße für erforderlich. Damit gemeint sind die Rathäuser 2 und 2a sowie das „Haus Klamp“. „Alles abreißen und neu bauen. Wenn es erhalten werden soll, dann sollen die es kaufen, die das wollen. Das sind in meinen Augen Gehirnakrobaten,“ sagt Reinhard Stumpf. Eine Revitalisierung des „City-Centers“ hält Hans-Wilhelm Schulz für zu teuer. Er ist für einen grundlegenden Neubau.

Wie mehrfach berichtet, plant die Verwaltung ein neues „City-Center“. Im Oktober liegen die ersten Pläne vor. Ob an dieser Stelle ein Neubau entsteht, das Gebäude zum Teil abgerissen oder es komplett erhalten bleibt und revitalisiert wird, entscheiden die Politiker zu einem späteren Zeitpunkt. Im Frühjahr 2016 könnte mit einem Neubau begonnen werden. Darin soll nach Fertigstellung die Verwaltung einziehen und im vorderen Teil Gewerbe untergebracht werden.

„Das Haus Klamp muss weg. Das ist eine Ruine und hat mit Denkmalschutz nichts zu tun. Die Pläne von Mölling und Kampeter, hier ein neues Wohn- und Geschäftshaus zu errichten, sind wunderbar“, sind sich Charlotte und Gerd Arning einig. Auch müsse das Diskutieren über Fassaden endlich aufhören. Ute Einsporn spricht sich dafür aus, die Außenfassaden zu erhalten. Innen könnte alles neu entstehen. Sie hält auch nichts davon, bei diesem Projekt zu sparen, schließlich müsse man einige Jahrzehnte damit leben. „Ich war früher gerne im City-Center. Aber jetzt ist es nicht mehr attraktiv, es muss weg“, lautet die Meinung von Artur Zellmer. Ein Mann, der seinen Namen nicht verraten möchte, hält die Pläne für Unsinn. Ein solcher Riesenaufwand für öffentlich Bedienstete sei unnötig.

„Ein neues City-Center ist das, was Lage braucht. Das bringt frisches Leben in unsere Stadt. Mölling und Kampeter kann man für ihre gelungenen Pläne nur gratulieren. Hoffentlich wird’s was,“ sagt Anneliese Filla. Inge Klinke sieht das ähnlich. Sie rät, keine „Billigheimer“ in die neuen Geschäfte zu setzen. „Vor der Kommunalwahl hat keiner gesagt, dass wir ein dickes fettes Rathaus brauchen“, meint Horst Kruse. Eine zusätzliche Belebung der Innenstadt sei das nicht, denn die Rathaus-Mitarbeiter seien jetzt sowieso schon da.

„Solche Häuser, wie wir sie am Marktplatz haben, müssen erhalten bleiben. Lage hat viel zu wenig davon“, hebt Manfred Sieker hevor. Konträrer Meinung ist Friedrich Krüger: „Man kann dem Bürgermeister nur gratulieren, solch ein Vorhaben wie das neue City-Center angestoßen zu haben. Jetzt heißt es anpacken, anfangen und abreißen.“

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