Richtkrone für City-Geschäftshaus

Die Kosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro - Von sechs Wohnungen sind bereits fünf verkauft

Wolfgang Becker

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Freuen sich über den Baufortschritt: Architekt Franz Janssen, Beigeordneter Thorsten Paulussen, Fachgruppenleiter Bauordnung und Planen Heinz Jürs, Klaus und Gunnar Mölling (von links). - © Wolfgang Becker
Freuen sich über den Baufortschritt: Architekt Franz Janssen, Beigeordneter Thorsten Paulussen, Fachgruppenleiter Bauordnung und Planen Heinz Jürs, Klaus und Gunnar Mölling (von links). (© Wolfgang Becker)

Lage. Im Februar hatten die Vorarbeiten begonnen, seit gestern hängt der Richtkranz über dem Neubau Lange Straße 89/Am Drawen Hof 8. Auf dem Grundstück des ehemaligen Hauses von „Uhren-Krüger“ entstehen moderne, barrierefreie Stadtwohnungen und ein Ladenlokal.

„Die Planung war recht aufwendig“, hob Klaus Mölling von „Immobilien im Westtor“ hervor, der zusammen mit seinem Sohn Gunnar und Architekt Franz Janssen die beteiligten Handwerker und Vertreter der Stadt zu einem zünftigen Richtfest eingeladen hatte. „Da die Baulücke von zwei Seiten begrenzt war, mussten wir für eine Belichtung vom City Center-Parkplatz, von der Langen Straße und vom Innenhof her sorgen,“ erläuterte Diplom-Ingenieur Franz Janssen. Deshalb sei auch auf einen Keller verzichtet worden.

Von sechs Wohnungen in einer Größenordnung zwischen 100 und 140 Quadratmetern sind mittlerweile fünf verkauft. Erfreut sind alle am Bau Beteiligten, dass es für das 160 Quadratmeter große Ladenlokal bereits eine Mieterin gibt.

Sabine Flentge gibt die beiden bisherigen Standorte ihres Fotostudios in der Eichenallee und in der Nachbarschaft auf, um sich künftig ganz auf das neue Geschäft an der Langen Straße 89 zu konzentrieren. „Das ist eine tolle Nutzung für ein solches Haus wie dieses“, ergänzte Gunnar Mölling. Damit sei für die Bewohner Ruhe gewährleistet.

Erfreut über den 1,7 Millionen Euro teuren Neubau zeigte sich auch Erster Beigeordneter Thorsten Paulussen. „Das Projekt ist städtebaulich sehr reizvoll und wertet den gesamten Bereich auf“, unterstrich er. Auch sei es gelungen, die Zuwegung zu den Stellplätzen des Hauses einvernehmlich mit den Bauherren zu regeln. Da die Stadt auf ihr Vorkaufsrecht beim Erwerb des Grundstücks verzichtete, kann es nun von den Bewohnern des Neubaus genutzt werden.

Insgesamt acht Jahre dauerten die Vorbereitungen für den Bau des Wohn- und Geschäftshauses, das im März/April nächsten Jahres fertig sein soll. Das „Haus Krüger“ stand unter Denkmalschutz, ein Käufer fand sich deshalb nicht für das Gebäude, dessen Obergeschoss wegen der niedrigen Decken nur in gebückter Haltung betreten werden konnte.

Die Immobilienmakler um Klaus Mölling blicken nun gespannt auf die weitere Lagenser Innenstadtentwicklung. Die Entscheidung, welcher Variante fürs neue City-Center der Vorzug gegeben wird, fällt in den nächsten Wochen.

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