Am Ehlenbrucher Bahnhof entstehen vier Unterkünfte aus Holz

Die Bürger können sie besichtigen

Wolfgang Becker

Gut erreichbar: Die vier geplanten Unterkünfte für Flüchtlinge in Kachtenhausen liegen verkehrsgünstig direkt neben dem Bahnhof. - © Wolfgang Becker
Gut erreichbar: Die vier geplanten Unterkünfte für Flüchtlinge in Kachtenhausen liegen verkehrsgünstig direkt neben dem Bahnhof. (© Wolfgang Becker)

Lage-Kachtenhausen. Am Bahnhof Ehlenbruch lässt die Stadt die ersten vier Holzhäuser zur Unterbringung von Flüchtlingen aufstellen. Bisher sind die meisten der bereits in Lage lebenden 720 Personen zentral in der Stadt untergebracht. Der Rat hatte entschieden, Fertigmodule in Holzbauweise anzuschaffen und sukzessive in verschiedenen Ortsteilen zu errichten.

Die Unterkünfte entsprächen, so Technischer Beigeordneter Thorsten Paulussen im Bau- und Planungsausschuss, dem selben „NF 2-Standard" wie Einfamilienhäuser aus Holz. „Man kann deutlich sagen, dass es sich um eine ordentliche Unterbringung handelt. Keinesfalls hat das was mit Containern, Wohnmobilen oder dergleichen zu tun", stellte er klar. Die Orte für die Aufstellung seien mit Blick auf die Integration ausgesucht worden.

Die vier Module am Bahnhof Ehlenbruch bieten maximal 40 Flüchtlingen Platz und werden Ende Mai angeliefert. Ihr Aufbau dauert nur zwei Stunden. Sie verfügen über Wohn- und Schlafräume sowie über ein komplett ausgestattetes Badezimmer. Paulussen kündigte an, dass, bevor die ersten Familien einziehen, der Bevölkerung die Möglichkeit zur Besichtigung gegeben werde.

Den genauen Termin will er noch ankündigen. Nach der Besichtigung werde die Verwaltung Bürgern, örtlichen Vereinen und Institutionen in der Grundschule Rede und Antwort stehen. „Sobald die nächsten Ortsteile für eine Aufstellung der Unterkünfte anstehen, werden wir wieder informieren", so der Technische Beigeordnete. Auch in diesen Fällen finde wieder eine ausführliche Unterrichtung der Bevölkerung statt.

Die Firma könne alle vier Wochen eine Charge der Holzhäuser liefern. Angedacht sei die weitere Aufstellung in vier bis fünf Ortsteilen. Dadurch könnten jeweils 25 bis 40 Personen untergebracht werden. „Wir glauben, dass diese Zahl von den Dorfgemeinschaften zu stemmen ist," sagte Paulussen. Sollten der Stadt mehr Flüchtlinge zugewiesen werden, könnten die Module jederzeit aufgestockt werden.

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